Ärzte Zeitung, 28.02.2007

Ausdauersport lindert Panikattacken

BERLIN (ugr). Haben Patienten trotz Therapie weiterhin Panikstörungen, kann Ausdauersport die Therapie wirksam unterstützen. Dreimal wöchentlich fünf Kilometer joggen lindert Panikattacken signifikant besser als gar keine Bewegung.

Darauf hat Professor Borwin Bandelow von der Uniklinik Göttingen hingewiesen. Regelmäßig Sport - das sei schwer behandelbaren Angstpatienten sehr zu empfehlen. Denn körperliche Aktivität bessere das Wohlbefinden und habe einen therapeutischen Effekt, sagte Bandelow auf einem Psychiatrie-Kongress in Berlin. Mit Sport erziele man oft bessere Ergebnisse als mit einer Entspannungstherapie.

Bei Angstpatienten sei der Begriff therapieresistent zudem pro-blematisch. Viele Patienten, die sich in Spezialambulanzen vorstellen, hätten eine Behandlungsodyssee hinter sich. Sie gelten als nicht behandelbar, dabei hätten sie oft nur nicht die Therapien erhalten, die in Leitlinien empfohlen werden. Und manchmal haben sie zwar geeignete Medikamente bekommen, nicht aber lange genug oder in ausreichender Dosierung.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Was schützt wirklich vor der prallen Sonne?

Auch beim Sonnenschutz setzen immer mehr Menschen auf Naturprodukte. Forscher haben die Schutzwirkung von Samen und Ölen untersucht - mit zwiegespaltenem Ergebnis. mehr »

"Abwarten und Teetrinken geht nicht mehr"

Unser London-Korrespondent Arndt Striegler beobachtet die Brexit-Verhandlungen hautnah - und ist verwundert über die May-Regierung, während die Ärzte immer mehr in Panik verfallen. mehr »

Pflege bleibt Problembereich

Der Abrechnungsbetrug im Gesundheitswesen ist 2016 drastisch zurückgegangen. Die erweiterten Kontrolloptionen der Leistungsträger müssen aber erst noch Wirkung zeigen. mehr »