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Zweiter Impfstoff zum Schutz vor Gebärmutterhalskrebs zugelassen

ANDECHS (sir). In Kürze ist ein zweiter Impfstoff gegen Humane Papillomaviren (HPV) verfügbar. Die Vakzine Cervarix® ist zur Prävention von hochgradigen intraepithelialen Neoplasien der Zervix (CIN Grad 2 und 3) und Zervixkarzinomen zugelassen.

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Der Impfstoff richtet sich gegen die HPV-Typen 16 und 18. Sie lösen zusammen etwa 70 Prozent aller Zervixkarzinome aus. Eine Infektion mit HPV 16 erhöhe das Risiko, an Zervix-Ca zu erkranken, um das 400-fache, betonte Professor Lutz Gissmann aus Heidelberg bei einer Veranstaltung von GlaxoSmithKline im Kloster Andechs. Andere Risikofaktoren wie Rauchen oder Langzeiteinnahme der Pille vervierfachten das Risiko dagegen nur. Deshalb sei eine Impfprävention gegen onkogene HP-Viren sinnvoll, so Gissmann.

Die Wirksamkeit der Vakzine bestätigen erste Ergebnisse der PATRICIA1*-Studie, an der über 18 000 junge Mädchen und Frauen von 15 bis 25 Jahren teilnehmen. Es sind auch Frauen daran beteiligt, die bereits vor der Impfung mit krebsauslösenden HPV-Typen infiziert waren. Die Frauen waren jedoch sero- und DNA-negativ für die HPV-Typen 16 und 18. Primärer Endpunkt der Studie ist der Schutz vor schweren Zervixdysplasien, In-situ-Karzinomen und invasiven Zervix-Karzinomen, die mit HPV 16 oder HPV 18 assoziiert sind.

Bis zur Zwischenanalyse nach etwa 15 Monaten hatten in der Gruppe mit HPV-Impfung zwei Frauen eine schwere mit HPV 16 oder 18 assoziierte Zervixdysplasie entwickelt, so Professor Tino Schwarz aus Würzburg. In der Kontrollgruppe, die keine HPV-, sondern eine Hepatitis-A-Impfung erhielt, waren es 21 Frauen.

Demach wären die Frauen mit HPV-Impfung also zu 90 Prozent vor schweren Dysplasien geschützt. Doch der Schutz betrage wohl 100 Prozent, so Schwarz. Denn: Bei 14 der 23 erkrankten Frauen lagen Mehrfachinfektionen mit verschiedenen HPV-Subtypen vor. Unter diesen Frauen waren auch die beiden gegen HPV 16 und 18 Geimpften.

* PApilloma TRIal against (Cervical) Cancer In young Adults

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