Thomas-Plot hilft in der Diagnostik bei Anämie

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Bei der Differenzialdiagnostik von Anämien hilft ein spezielles Auswertungssystem, der Thomas-Plot. Er erleichtert die Diagnose bei latentem oder manifestem Eisenmangel, bei Anämien durch chronische Erkrankungen, bei klassischem und funktionellem Eisenmangel sowie bei Thalassämien.

Eisenmangel ist meist relativ einfach zu diagnostizieren. Ferritin-Werte unter 12 µg/l deuten auf einen Mangel an Speichereisen hin, bei dem Patienten medikamentös behandelt werden müssen. Kompliziert ist jedoch die Differenzialdiagnostik von Anämien bei chronischen Erkrankungen wie Entzündungen, Niereninsuffizienz oder Tumoren aber auch Rheuma, Herzerkrankungen und Diabetes. Ferritin kann dabei nämlich falsch erhöht oder Transferrin falsch erniedrigt sein. Rückschlüsse auf den tatsächlichen Eisenstatus sind dann nicht möglich.

Für die Auswertung des Thomas-Plots werden folgende Parameter gebraucht: der Hämoglobingehalt der Retikulozyten, der Ferritinindex (Marker für die Speichereisenreserve) und der CRP-Wert. Die Größen werden in einem Diagramm dargestellt. Daraus lassen sich vier Eisenmangelstadien einteilen.

Abrechnung: Beim Thomas-Plot greift keine Abrechnungsziffer, sondern allenfalls die allgemeine Beratungsziffer.

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