Ärzte Zeitung, 23.04.2009

Wenn Sportler auf dem Platz plötzlich tot umfallen

Wenn Sportler auf dem Platz plötzlich tot umfallen

Körperliche Aktivität ist ein wesentlicher Faktor in der Prävention und Rehabilitation kardiovaskulärer Erkrankungen. Therapie durch Sport wird als Bestandteil der Therapie bei kardiovaskulären Erkrankungen immer stärker beachtet. Andererseits verunsichern immer wieder Berichte von plötzlichen Herztoden beim Sport, etwa bei Profifußballern.

Das Risiko beträgt 1 zu 100 000pro Jahr.

Wie groß ist eigentlich das Risiko für plötzlichen Herztod auf dem Sportplatz? Antworten hat Professor Martin Halle vom Klinikum rechts der Isar beim Kongress gegeben. Bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen ist das Risiko sehr gering, es sei denn sie haben eine Herzkrankheit.

So haben retrospektive Untersuchungen von Schülern und Studenten in den USA ergeben, dass die Häufigkeit bei unter 1 zu 100 000 jungen Sportlern pro Jahr liegt. Das Risiko steigt deutlich jenseits des 35. Lebensjahres. Männer sind insgesamt häufiger betroffen als Frauen. Hauptsächliche Ursachen bei jungen Sportlern sind hypertrophe Kardiomyopathie und Koronaranomalie. (Rö)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Hypertonie in jungen Jahren erhöht Risiko für den Nachwuchs

Das Alter, in dem sich ein Bluthochdruck manifestiert, beeinflusst nicht nur die persönliche Prognose eines Patienten, sondern wohl auch das Erkrankungsrisiko seiner Kinder. mehr »

Medienanamese künftig Bestandteil der U-Untersuchungen?

Schon bei Babys und Kleinkindern machen sich die Folgen übermäßigen Medienkonsums bemerkbar. Das geht aus der neuen BLIKK-Studie hervor. Pädiater reagieren besorgt. mehr »

Deutsche überschätzen Ebola-Gefahr und unterschätzen Masern

Im Mittelpunkt medialer Berichterstattung stehen meist große globale Bedrohungen wie Ebola und Zika. Doch Experten haben ganz andere übertragbare Erkrankungen im Visier. mehr »