Direkt zum Inhaltsbereich

Kündigen Leukozyten Steinabgang an?

PATRAS (St). Größe und Lage von Harnleitersteinen bestimmen meist, ob sie spontan abgehen oder ein Eingriff nötig ist. Einer griechischen Studie zufolge erlaubt die Zahl der Leukozyten und speziell der neutrophilen Granulozyten eine zusätzliche Orientierung (BJUI, online 28. Feb. 2012.

Veröffentlicht:

Weltweit haben etwa 12 Prozent der Bevölkerung irgendwann in ihrem Leben Uretersteine. Sind sie kleiner als 4 mm, wird oft empfohlen, vier bis sechs Monate zu beobachten. Bei mehr als 7 mm kann eine sofortige Intervention sinnvoll sein. Zudem wird ein distaler Ureterstein eher spontan ausgespült als ein mittlerer oder proximaler.

Die Forscher untersuchten 156 Patienten, die mit einer Nierenkolik wegen eines Steines in die Notaufnahme kamen. Bei 61,5 Prozent ging der Stein innerhalb eines Monats spontan ab.

Einen signifikanten Zusammenhang gab es wie erwartet mit der Steingröße, aber auch mit der Zahl von Leukozyten und Neutrophilen, dem Serumkalium und Nachweis des Harnstrahls in der Doppler-Sonografie. Patienten ohne Spontanabgang hatten im Mittel 9939 Leukozyten / µl, mit Spontanabgang 11 564/µl.

Der Anteil der neutrophilen Granulozyten im Blut erreichte ohne Abgang 73,3 Prozent, mit Abgang 81,4 Prozent. Messung dieser Parameter könne die Therapieentscheidung erleichtern.

Quelle: www.springermedizin.de

Mehr zum Thema

Komplikationsmanagement

Typ-2-Diabetes erfordert besonderen Schutz für Niere und Herz

Pseudoresistenzen

Therapieresistente Hypertonie ist oft gar keine

Das könnte Sie auch interessieren
Überzeugende Real-World-Daten zur Langzeitprophylaxe

© AndreasReh, Ljupco, tinydevil, shapecharge | istock

rHWI

Überzeugende Real-World-Daten zur Langzeitprophylaxe

Anzeige | MIP Pharma GmbH
Antibiotikum mit antimykotischen Zusatznutzen

© Dr_Microbe | Adobe Stock

In vitro-Studien

Antibiotikum mit antimykotischen Zusatznutzen

Anzeige | MIP Pharma GmbH
Therapie bei unkomplizierter Zystitis

© Dr_Microbe | Adobe Stock

Evidenz, Resistenz & Wirksamkeit

Therapie bei unkomplizierter Zystitis

Anzeige | MIP Pharma GmbH
Kommentare
Sonderberichte zum Thema

T2D-Therapie jetzt auch mit Semaglutid 2 mg

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Novo Nordisk Pharma Gmbh, Mainz
Abb. 1: Empagliflozin reduzierte auch bei niedriger Ausgangs-eGFR die Progression der chronischen Nierenkrankheit (Test für Heterogenität/Trend: a) 12=0,06, p=0.81; b) 12=6,31, p=0,012)

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [6]

Chronische Nierenkrankheit

SGLT2-Inhibition: Nephroprotektiv auch bei stark erniedrigter eGFR

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Boehringer Ingelheim Pharma GmbH & Ko KG, Ingelheim am Rhein
Abb. 2: Sekundärer Endpunkt der BOREAS-Studie: Veränderung der Lungenfunktion unter Dupilumab versus Placebo

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [2]

Typ-2-Inflammation bei COPD

Bessere Lungenfunktion und mehr Lebensqualität durch IL-4/-13-Hemmung

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Sanofi-Aventis Deutschland GmbH, Berlin, und Regeneron GmbH, München
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Pseudoresistenzen

Therapieresistente Hypertonie ist oft gar keine

Interimsanalyse der TRIM-Studie

Nachsorge von Melanomen: Bildgebung womöglich nutzlos

Lesetipps
Bakterien im Blutgefäß

© Artur / stock.adobe.com

Update der S3-Leitlinie

Neue Empfehlung in der Sepsis-Therapie