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Untersuchung zeigt

Wer sich jünger fühlt, lebt länger

Wie jung man sich im Alter fühlt, hat offenbar Einfluss darauf, wie lange man lebt. Besonders positiv scheint sich ein jugendlicher Geist auf Herz und Kreislauf auszuwirken.

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Man ist immer so alt wie man sich fühlt.

Man ist immer so alt wie man sich fühlt.

© franckreporter / iStock

LONDON. Wer sich im nahenden Rentenalter noch immer wie 50 fühlt, der ist vermutlich gesund, hat keine größeren körperlichen Einschränkungen und fühlt sich auch sonst wohl in seinem Leben.

Ob dieses positive Gefühl dazu beiträgt, tatsächlich länger zu leben, haben Isla Rippon und Andrew Steptoe vom University College London untersucht (JAMA Internal Medicine, online 15. Dezember 2014).

Sie analysierten Daten einer repräsentativen Bevölkerungsgruppe der English Longitudinal Study of Ageing aus den Jahren 2004 bis 2005.

Dabei war sowohl das kalendarische Alter (im Mittel 65,8 Jahre) als auch das "gefühlte Alter" (im Mittel 56,8 Jahre) der 6489 Probanden ermittelt worden.

Alle Todesfälle bis März 2013 wurden berücksichtigt, und es wurde nach Zusammenhängen mit dem von den Probanden selbst wahrgenommenen Alter gesucht.

Drei Jahre jünger gefühlt

69,6 Prozent der Teilnehmer fühlten sich mindestens drei Jahre jünger, als sie tatsächlich waren.

Nur bei jedem Vierten stimmten gefühltes und kalendarisches Alter überein, und 4,8 Prozent der Befragten fühlten sich mindestens ein Jahr älter, als sie tatsächlich waren.

Während einer mittleren Beobachtungszeit von 99 Monaten starben 14,3 Prozent der Teilnehmer, die sich jünger fühlten, 18,6 Prozent derjenigen mit altersgemäßem Empfinden und 24,6 Prozent der Probanden, die sich älter fühlten.

Unter Berücksichtigung aller Kofaktoren wie Depression, soziale Einbindung, physische Gesundheit, kognitive Fähigkeiten, Mobilität und Gesundheitsbewusstsein, lag das Gesamtmortalitätsrisiko derer, die sich älter fühlten, als sie tatsächlich waren, um 41 Prozent höher als das der gefühlt Jüngeren.

Dieser Zusammenhang blieb auch dann erhalten, wenn die Todesfälle der ersten zwölf Studienmonate ausgeschlossen wurden oder wenn nur kardiovaskuläre Todesfälle berücksichtigt wurden.

Keine Assoziation zwischen gefühltem Alter und Mortalität ergab sich dagegen bei Personen, die an Krebs gestorben waren.

Da das subjektive Altersgefühl beeinflussbar sein könnte, so Rippon und Steptoe, böten sich möglicherweise Ansatzpunkte für präventive, lebensverlängernde Maßnahmen. (St)

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