Ärzte Zeitung, 16.03.2004

Nikotin bremst überaktive Immunzellen

TAMPA (mut). Raucher erkranken bekanntlich seltener an neurodegenerativen Erkrankungen als Nichtraucher. Eine mögliche Erklärung dafür ist, daß Nikotin die Aktivität von Mikroglia-Zellen bremst. Das legen jetzt Labor-Experimente von US-Forschern aus Florida nahe.

Mikroglia-Zellen übernehmen wichtige Funktionen des Immunsystems im Gehirn, dauerhaft überaktiv sind die Zellen jedoch an Entzündungsprozessen bei M. Parkinson und M. Alzheimer beteiligt. In der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift "Journal of Neurochemistry" berichten die Forscher, daß Nikotin an Rezeptoren für Acetylcholin auf Mikroglia-Zellen bindet und so die Aktivierung der Zellen stoppt.

Sie vermuten daher, daß Nikotin bei einem Mangel an Acetylcholin, wie er etwa bei M. Alzheimer auftritt, chronische Entzündungsreaktion dämpft.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Hohes Sterberisiko bei Ausbruch in der Adoleszenz

Wenn sich Typ-1-Diabetes in einem besonders vulnerablen Alter manifestiert, brauchen Betroffene viel Aufmerksamkeit. Sie haben ein hohes Risiko, an Komplikationen zu sterben. mehr »

100 Prozent Zustimmung

Die KBV-Vertreterversammlung präsentiert sich in neuer Einigkeit und richtet die Speere – wieder – nach außen. Klare Kante gegenüber dem Gesetzgeber und den Krankenhäusern. "Wir sind auf Kurs", meldete KBV-Chef Gassen. mehr »

Herz-Kreislauf-Risiko von Anfang an im Blick behalten!

Bei RA-Patienten sind Herz-Kreislauf-Erkrankungen die wichtigste Todesursache. Die aktuellen Therapiealgorithmen zielen nicht zuletzt darauf ab, die Steroidexposition zu begrenzen. mehr »