Ärzte Zeitung, 19.06.2008

Gehirne von Schwulen ähneln denen von Frauen

STOCKHOLM (mut). Sexuelle Vorlieben machen sich offenbar auch in der Hirnanatomie bemerkbar: Nach Daten schwedischer Forscher ist die rechte Hirnhemisphäre bei homosexuellen Frauen etwas größer als die linke. Die Volumenverhältnisse entsprechen damit etwa denen von heterosexuellen Männern.

Umgekehrt ähneln die Verhältnisse bei homosexuellen Männern denen bei Frauen: Die Hirnhemisphären sind weitgehend symmetrisch, haben Volumenmessungen per MRT bei Freiwilligen ergeben. PET-Analysen ergaben zudem, dass die Amygdala - nötig für emotionales Lernen - bei homosexuellen Männern ähnlich verschaltet ist wie bei Frauen und umgekehrt, bei homosexuellen Frauen ähnlich wie bei Männern.

Für die Studie haben die Forscher um Dr. Ivanka Savic und Dr. Per Lindström vom Karolinska Institut aus Stockholm 90 Teilnehmer per MRT und PET untersucht, und zwar jeweils 25 heterosexuelle Männer und Frauen sowie 20 homosexuelle Männer und Frauen. Die Ergebnisse haben sie jetzt online in der Zeitschrift PNAS veröffentlicht.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Resistente Keime bedrohen Fortschritte aus Jahrzehnten

Jeder vierte Todesfall durch Antibiotika-resistente Keime weltweit wird durch Tuberkulose (TB) bedingt. Um die Situation zu verbessern, reichen neue Arzneien aber nicht aus, betonen TB-Experten. mehr »

Regelmäßiges Frühstück ist offenbar gut fürs Herz

Wer regelmäßig frühstückt, beugt damit offenbar kardiovaskulären Erkrankungen vor, berichtet die American Heart Association (AHA). mehr »

Sperma-Check per Smartphone-App

Millionen von Paaren weltweit wollen ein Kind, doch es klappt nicht. Die Ursachen liegen in etwa der Hälfte der Fälle beim Mann. Ein einfacher Test könnte Männern künftig die Untersuchung ihres Spermas erleichtern. mehr »