Ärzte Zeitung, 14.10.2008

ADHS-Report: Kasse bemängelt Fehlversorgung

BERLIN (ble). Trotz guter diagnostischer Standards und Behandlungsleitlinien weist die Therapie von Kindern mit ADHS in Deutschland weiter erhebliche Defizite auf. So werde in vielen Fällen kein Kinder- oder Jugendpsychiater in die Erstdiagnosestellung einbezogen, kritisierte Professor Gerd Glaeske von der Universität Bremen, einer der Autoren des gestern in Berlin vorgestellten ADHS-Reports der Gmünder Ersatzkasse. Insgesamt erhalte nur jedes fünfte Kind mit der Diagnose ADHS zusätzlich zur medikamentösen weitere Therapien wie Ergotherapie oder Logopädie.

Nur bei jedem vierten Kind wird dem Report zufolge zudem die Medikamenteneinnahme, wie empfohlen, einmal im Jahr ausgesetzt - nur jedes fünfte Kind hat zu Beginn der Therapie mindestens einmal in der Woche Kontakt mit dem behandelnden Arzt.

[15.10.2008, 07:02:55]
Dipl.-Med Thomas Greger 
Universitärer Klugredner
Herr Glaeske soll mal versuchen, bei einem Kinderpsychiater einen Termin zu erhalten, er kann sich ja mal inkognito danach erkundigen. Bis er dort sich mit seinem Kind vorstellen darf, sitzt dieses mglw. schon im Knast, denn solange kann es in manchen Regionen dauern. Und es ist durchaus nicht immer nötig, dort vorzusprechen, unproblematische Fälle behandelt ein fachkundiger Pädiater durchaus selbst. Übrigens - oohne (!!!) die leider oft wenig kundigen psychologischen Kollegen. Die besten Hilfstruppen für diese Kinder arbeiten ohnehin nicht unter dem Dach der unterfinanzierten kassenärztlichen Versorgung, sondern sind Jugendhilfeträger.
Und einen wöchentlichen Arztkontakt zu Beginn der Therapie - was soll das eigentlich bringen ??? Man soll doch bitte nur von etwas reden, wovon man Ahnung hat. Glaeske hat keine von diesem Thema. Also einfach mal ...
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