ADHS-Report: Kasse bemängelt Fehlversorgung

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BERLIN (ble). Trotz guter diagnostischer Standards und Behandlungsleitlinien weist die Therapie von Kindern mit ADHS in Deutschland weiter erhebliche Defizite auf. So werde in vielen Fällen kein Kinder- oder Jugendpsychiater in die Erstdiagnosestellung einbezogen, kritisierte Professor Gerd Glaeske von der Universität Bremen, einer der Autoren des gestern in Berlin vorgestellten ADHS-Reports der Gmünder Ersatzkasse. Insgesamt erhalte nur jedes fünfte Kind mit der Diagnose ADHS zusätzlich zur medikamentösen weitere Therapien wie Ergotherapie oder Logopädie.

Nur bei jedem vierten Kind wird dem Report zufolge zudem die Medikamenteneinnahme, wie empfohlen, einmal im Jahr ausgesetzt - nur jedes fünfte Kind hat zu Beginn der Therapie mindestens einmal in der Woche Kontakt mit dem behandelnden Arzt.

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