Ärzte Zeitung, 24.11.2009

Studie zur Prävention von Suizid startet 2010

HEIDELBERG (mm). Eine europaweite Schulstudie zur Prävention von selbstschädigendem und suizidalem Verhalten bei Jugendlichen startet Januar 2010 an der Universitätsklinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie in Heidelberg. Dabei stehen vier Präventionsprogramme auf dem Prüfstand, in denen Lehrer und Schüler darin geschult werden, Risikoverhalten und Suizidalität zu erkennen und in Verdachtsfällen richtig zu reagieren.

Zehn weitere EU-Staaten und Israel sind an der Kooperation beteiligt. Die Studie "Saving and Empowering Young Lives in Europe (SEYLE)" soll europaweit über 11 000 Schüler im Alter von 14 bis 16 Jahren einbeziehen.

1000 von ihnen kommen von Haupt- und Realschulen sowie Gymnasien im Rhein-Neckar-Kreis. "Riskantes und selbstschädigendes Verhalten bei Jugendlichen ist keine Ausnahme. Bereits mehr als die Hälfte der 14- bis 16-jährigen Schüler im Rhein-Neckar-Kreis trinkt wenigstens gelegentlich Alkohol, 17 Prozent rauchen täglich, jeder zehnte verletzt sich selbst", sagte Professor Dr. Franz Resch, Ärztlicher Direktor der Universitätsklinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie Heidelberg.

Lesen Sie dazu auch:
Suizid-Prävention beginnt in der Schule

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Generelle Landarztquote ist vom Tisch

Der Masterplan Medizinstudium 2020 ist in trockenen Tüchern. Länder können, müssen aber keine Zulassungsquote für Landärzte in spe festlegen. mehr »

Was neue Onkologika den Patienten tatsächlich bringen

Ist das Glas halb voll oder halb leer? Neue Onkologika haben die Überlebenszeit von Krebspatienten in den vergangenen zwölf Jahren im Schnitt um 3,4 Monate verlängert. Dieser Vorteil geht oft zulasten der Sicherheit. mehr »

Kassen und KBVdrücken aufs Tempo

Bisher trat die Selbstverwaltung bei der Digitalisierung eher als Bremser auf. Bei den Formularen geben KBV und Kassen jetzt Gas: Im Juli kommt der digitale Laborauftrag. mehr »