Ärzte Zeitung, 02.02.2004

Neu entdecktes Virus oft Ursache von Bronchiolitis

NASHVILLE (mut). Bei etwa zwölf Prozent aller Kinder mit akuten Infekten der unteren Atemwege ist das erst 2001 entdeckte Human-Metapneumovirus die Ursache. Das geht aus der Analyse von Nasensekretproben hervor.

Für die Analyse standen den US-Forscher aus Nashville knapp 690 Sekretproben von Kindern mit akuten Infekten der unteren Atemwege zur Verfügung. Die Proben waren über einen Zeitraum von 25 Jahren gesammelt und auf virale Erreger untersucht worden.

Bei 408 Proben konnte bisher kein Erreger entdeckt werden. Bei knapp 20 dieser Proben fanden die Forscher jetzt RNA des Human-Metapneumovirus. Insgesamt ließ sich damit bei zwölf Prozent der Proben das Virus nachweisen (NEJM 350, 2004, 443).

Die Studie der Krankenakten ergab, daß 60 Prozent der mit dem Virus infizierten Kinder Bronchiolitis hatten.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Resistente Keime bedrohen Fortschritte aus Jahrzehnten

Jeder vierte Todesfall durch Antibiotika-resistente Keime weltweit wird durch Tuberkulose (TB) bedingt. Um die Situation zu verbessern, reichen neue Arzneien aber nicht aus, betonen TB-Experten. mehr »

Regelmäßiges Frühstück ist offenbar gut fürs Herz

Wer regelmäßig frühstückt, beugt damit offenbar kardiovaskulären Erkrankungen vor, berichtet die American Heart Association (AHA). mehr »

Sperma-Check per Smartphone-App

Millionen von Paaren weltweit wollen ein Kind, doch es klappt nicht. Die Ursachen liegen in etwa der Hälfte der Fälle beim Mann. Ein einfacher Test könnte Männern künftig die Untersuchung ihres Spermas erleichtern. mehr »