Ärzte Zeitung, 13.09.2004

Kindersterblichkeit könnte drastisch reduziert werden

UNICEF-Symposium auf der Kinderärzte-Jahrestagung

BERLIN (ag). Jedes Jahr sterben weltweit fast elf Millionen Kinder an größtenteils vermeidbaren Krankheiten oder an Krankheiten, gegen die es gute Behandlungsmöglichkeiten gibt. Hierauf hat UNICEF bei einem Symposium auf der 100. Jahrestagung der deutschen Kinderärzte in Berlin hingewiesen.

98 Prozent dieser Kinder sterben in Entwicklungsländern. Besonders hoch ist das Risiko in den ersten vier Wochen nach der Geburt. Die meisten Kinder sterben zu Hause ohne medizinische Behandlung. Haupttodesursachen sind Atemwegserkrankungen, Durchfall, Malaria, Masern und Aids. 60 Prozent der Todesfälle sind auf Mangelernährung zurückzuführen.

Mit einfachen Mitteln wie imprägnierten Moskitonetzen zum Schutz vor Malaria, dem Einsatz oraler Rehydratationssalze gegen die Austrocknung des Körpers bei Durchfall, der Förderung des Stillens, besserem Zugang zu sauberem Wasser sowie Impfungen ließe sich die Kindersterblichkeit drastisch reduzieren, so das UN-Kinderhilfswerk.

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