Ärzte Zeitung, 06.04.2005

Schwere Komplikationen durch Varizellen

BERLIN (eis). 1079 Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren sind in den vergangenen zwei Jahren wegen schwerer Komplikationen durch das Varizella-Zoster-Virus (VZV) von deutschen Kliniken gemeldet worden. Das hat die ESPED-Varizellen-Studie 2003-2004 ergeben.

Windpocken gilt häufig noch als harmlose Kinderkrankheit. Die Untersuchung der Erhebungseinheit seltener pädiatrischer Erkrankungen (ESPED) klärt daher das Ausmaß der möglichen schweren Folgen, berichtet das Robert-Koch-Institut (Epidem Bull 13, 2005, 110).

In der Studie waren etwa 80 Prozent der Kinder wegen Windpocken und 20 Prozent wegen Herpes zoster in die Klinik gekommen. Bei 529 Kindern mit Windpocken waren neurologische Komplikationen am häufigsten (Zerebellitis, Fieberkrampf, Meningoenzephalitis) gefolgt von Haut- und Atemwegsinfekten.

Allein 2003 wurden vier Todesfälle durch VZV bei Kindern gemeldet. Bei 147 Kindern mit Herpes Zoster waren waren Neuralgie, Hautinfektionen und Zoster ophthalmicus die häufigsten Komplikationen.

Ein Abgleich der gemeldeten Daten mit Zahlen aus Arztpraxen in Nordrhein-Westfalen deutet darauf hin, daß nur etwa 20 Prozent der VZV-bedingten Klinikeinweisungen durch die ESPED erfaßt werden konnten.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Sind Computer bald die besseren Psychotherapeuten?

Immer mehr Online-Psychotherapien drängen auf den Markt. Die meisten sind weder besonders einfühlsam noch allzu intelligent. Dennoch sind die Erfolge erstaunlich. mehr »

Kollege Computer, übernehmen Sie!

Eine computer-basierte Verhaltenstherapie kann Insomnie-Patienten den Schlaf zurückgeben. Der Erfolg ist ähnlich gut wie durch menschliche Therapeuten, bescheinigt ein kalifornischer Professor. mehr »

Kein frisches Geld in Sicht

Die umfassende Studien-reform soll zunächst ohne zusätzliches Geld auskommen. Darauf haben sich Bund und Länder geeinigt, wie aus dem vertraulichen Papier hervorgeht. mehr »