Ärzte Zeitung, 09.06.2006

Kinder fürchten vor allem Unglück in der Familie

HAMBURG (ddp.vwd). Kinder in Deutschland blicken deutlich sorgenfreier in die Zukunft als früher. 40 Prozent der Kinder und Jugendlichen haben nach den Ergebnissen einer Studie der R+V-Versicherungen Zukunftsängste und Sorgen.

Vor zehn Jahren lag diese Zahl noch bei 56 Prozent. "Der Schicksalschlag in der eigenen Familie steht bei 59 Prozent der Kinder auf dem ersten Platz der aktuellen Sorgenliste", sagte Rita Jakli von der R+V-Versicherung, die die Befragung von insgesamt 900 Kindern in Auftrag gegeben hatte. Vor drei Jahren teilten diese Sorge noch 70 Prozent der Befragten. Fast jedes zweite Kind (52 Prozent) gab an, Angst vor sexueller Gewalt zu haben. Dies seien 14 Prozent weniger als noch vor drei Jahren, sagte Jakli. Kinder im Osten Deutschlands sind insgesamt deutlich ängstlicher als ihre Altersgenossen in den alten Bundesländern.

Das positiv überraschende Ergebnis der Studie erklärt die Psychologin Karin Clemens vor allem mit einem zunehmenden Verdrängungsprozeß von Kindern: "Ängste werden bewußt in den Hintergrund gedrückt." Außerdem stumpften Kinder und Jugendliche durch Computerspiele und Gewaltfilme ab und gewöhnten sich an beunruhigende Botschaften.

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Pädiatrie (8518)

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