Ärzte Zeitung, 02.10.2006

Bei Hodenhochstand wird frühe Operation empfohlen

Urologen raten, vor erstem Lebensjahr zu behandeln

HAMBURG (KHS). Jungen mit Hodenhochstand sollten möglichst noch vor dem ersten Lebensjahr operiert werden. Auch bei Pendelhoden kann sich ein chirurgischer Eingriff lohnen.

Lange habe man es bei einem Hodenhochstand für ausreichend gehalten, wenn die Operation vor dem zweiten Lebensjahr erfolgte. Das hat Professor Margit Fisch beim Urologie-Kongreß in Hamburg berichtet. Inzwischen empfehlen Kollegen, vor dem ersten Lebensjahr zu operieren. Dadurch könne eine spätere Unfruchtbarkeit mit höherer Wahrscheinlichkeit vermieden werden, sagte die Urologin aus Hamburg.

Tatsächlich würden viele Jungen mit Hodenhochstand zu spät operiert - manche seien bei dem Eingriff schon sieben Jahre alt. Relativ schlecht seien beim permanenten Hodenhochstand die Erfolge einer Hormonbehandlung mit Analoga von LHRH (luteinisierendes Hormon-Releasing-Hormon): Dadurch senke sich der Hoden meist nicht. Nach Daten einer Innsbrucker Arbeitsgruppe erhöhe eine Hormontherapie aber langfristig die Fertilität.

Auch beim Pendelhoden - so genannt, weil er zeitweise in der Leiste oder im Hodensack liegt - werde nach neueren Daten eine Operation empfohlen, vor allem wenn der Hoden überwiegend in der Leiste liegt.

Topics
Schlagworte
Pädiatrie (8453)
Krankheiten
Infertilität (413)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

So viel jünger und attraktiver macht Facelifting

Wer sein Gesicht straffen lässt, will in der Regel jünger und dynamischer aussehen. Das scheint tatsächlich zu klappen. mehr »

Niedrig dosiert starten und langsam erhöhen!

Die neue Gesetzeslage zur Verordnung von Cannabis auf Kassenkosten ist beim Schmerz- und Palliativtag begrüßt worden. Ärzte mit Erfahrung mit Cannabinoiden loben vor allem den Erhalt der Therapiefreiheit. mehr »

Obamacare bleibt!

Blamage für US-Präsident Donald Trump: In letzter Minute zogen die Republikaner die Abstimmung über die geplante Gesundheitsreform zurück. Gerade auch, weil die Zustimmung aus den eigenen Reihen fehlte. mehr »