Ärzte Zeitung, 15.04.2012

Telemedizin sichert Notfallversorgung für Kinder

POTSDAM/SCHWEDT (ami). Eine telemedizinische Kooperation soll die Notfallversorgung von Kindern im Norden Brandenburgs sichern. Das ist das Ergebnis eines Krisentreffens unter Beteiligung des Landesgesundheitsministeriums.

Vorgesehen ist, dass die Kinderärztinnen im Medizinischen Versorgungszentrum am Asklepios Klinikum Schwedt die Sprechzeiten bis 20 Uhr erweitern und danach die Diagnose via Telemedizin gemeinsam mit den Kinderärzten des Werner-Forßmann-Krankenhauses in Eberswalde gestellt wird.

Falls eine sofortige Krankenhausaufnahme nötig ist, soll demnächst ein Spezialfahrzeug für Kinder und deren Begleitperson zur schnellen Verlegung nach Eberswalde vor Ort sein.

20 Betten in Kinderklinik Schwedt

"Auch wenn es um wenige Kinder geht, kümmern wir uns um ihre Versorgung, insbesondere um diejenigen, denen sofort und schnell geholfen werden muss", sagte Gesundheitsministerin Anita Tack (Linke). Ziel sei es, in Schwedt auch weiterhin Kinderheilkunde ambulant, stationär und vor allem in Notfällen zu gewährleisten.

Das soll nun die Kooperation mit Eberswalde ermöglichen. Das Krankenhaus soll auch die Ärzte in der Notfallambulanz in Schwedt pädiatrisch qualifizieren.

Nach Tacks Angaben hat die Geschäftsführung des Klinikums Schwedt sich nach eigener Aussage seit zwei Jahren vergeblich um Kinderärzte bemüht. Die Kinderklinik in Schwedt hatte 2011 bei 20 Betten jedoch nur eine Auslastung von 38 Prozent.

[19.04.2012, 16:22:49]
Bernd Niklas 
Klingt hochinteressant!
Leider findet sich nirgends ein Hinweis was unter "Diagnose via Telemedizin" verstanden werden kann. Die technischen Möglichkeiten hierfür sind jedoch vielfältig.
In jedem Fall erscheint es mir als absolut zukunftsfähiger Ansatz.

Allerdings wird so hier eine große Chance der Öffentlichkeitsarbeit (auch für die Telemedizin) ungenutzt verschenkt.


Ich hoffe zudem, dass es nicht, wie leider schon viel zu oft, ein Versuch ist, durch ein öffentlichtkeitswirksam dargestelltes Projekt (vieleicht sogar lokal, zeitlich und/oder mengenmäßig begrenzt) Forschungsgelder an Land zu ziehen für etwas was längst bekannt, umgesetzt, bewiesen ist. zum Beitrag »

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