Ärzte Zeitung, 25.08.2006

Machtspiel um Akupunktur

Probleme mit Zusatzbezeichnung in Niedersachsen

LÜNEBURG (cben). Eine praktische Ärztin aus Lüneburg in Niedersachsen arbeitet seit Jahren als ausgewiesene Expertin für Akupunktur. Trotzdem darf sie keine Zusatzbezeichnung Akupunktur erwerben. Das Problem: Ihr fehlt der Facharzttitel.

Denn dieser ist in Niedersachsen anders als in manchen anderen Bundesländern Bedingung für die Zulassung zur Prüfung. Die Hausärztin aus Lüneburg ist in der Bredouille. Immerhin macht die Akupunktur 50 Prozent der Arbeit in ihrer Praxis aus.

Manche betroffenen Ärzte haben das Problem elegant umgangen. Sie meldeten sich bei ihrer Ärztekammer ab und für die Akupunkturprüfung in einer anderen Kammer mit Übergangsregelung an. Nach Erhalt der Zusatzbezeichnung kehrten sie dann zurück.

Lesen Sie dazu auch den Kommentar:
Die Realität sieht anders aus

Lesen Sie dazu auch:
Akupunktur ade, weil der Facharzttitel fehlt

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Körperlich aktive Kinder werden seltener depressiv

Bewegen sich Kinder viel, entwickeln sie in den kommenden Jahren seltener depressive Symptome. Viel körperliche Aktivität könnte daher präventiv wirken. mehr »

Generelle Landarztquote ist vom Tisch

Der Masterplan Medizinstudium 2020 ist in trockenen Tüchern. Länder können, müssen aber keine Zulassungsquote für Landärzte in spe festlegen. mehr »

Star Trek und die Ethik der Medizin

Ärztliche Fortbildung sind immer dröge Veranstaltungen? Eine Veranstaltung in Frankfurt ist der medizinethischen Wertewelt von Raumschiff Enterprise auf den Grund gegangen - und zeigt, was Ärzte aus der Serie lernen können. mehr »