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"Erfolge der Ayurveda-Psychiatrie sind sehr beeindruckend"

HAMBURG (ner). Für die Integration südostasiatischer Behandlungsmethoden in die westliche Medizin hat sich der Bochumer Neurologe Professor Horst Przuntek ausgesprochen. Die westliche Medizin reiche nicht aus, um Patienten mit häufigen chronischen Erkrankungen ausreichend zu behandeln.

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Przuntek, Direktor der Neurologischen Klinik der Ruhr-Universität Bochum im St. Josef-Hospital, nannte zum Beispiel die Erfolge der indischen Ayurveda-Psychiatrie "sehr beeindruckend". Dort komme man ohne Psychopharmaka aus.

Er wies auch auf eine Studie hin, in der Ayurveda-Methoden bei 20 Prozent der behandelten Parkinson-Patienten unter Berücksichtigung des Placebo-Effektes nach wissenschaftlichen Kriterien wirksam gewesen sein sollen. Auch bei Hauterkrankungen wie der Psoriasis würden gute Erfolge erzielt, sagte der Neurologe bei einem Journalisten-Workshop des Unternehmens Lundbeck in Hamburg.

Die Effektivität der Ayurveda-Methoden sei nach westlichen Kriterien meßbar, betonte Przuntek. Er kündigte eine wissenschaftliche Kooperation zwischen den Universitäten Bochum und Gießen mit mehreren Ayurveda-Zentren in Indien zur näheren Erforschung der Behandlungsverfahren an.

Ein wichtiger Aspekt der Ayurveda-Lehre ist der Schutz vor Exo- und Endotoxinen. "Wir glauben ja, daß viele degenerative Erkrankungen durch Gifte bedingt sind", sagte Przuntek. Als Haupteintrittspforte von Giften und Viren in den Körper gelten in Indien Nase und Magen.

Przuntek geht davon aus, daß sich mit Ayurveda-Methoden solche Toxine beseitigen lassen und daß man damit ein einfaches Präventionswerkzeug in der Hand hat, wie es etwa in Frühstadien bei Morbus Parkinson verwendet werden könnte.

Er wies auch darauf hin, daß echtes Ayurveda nur in wenigen Kliniken Europas praktiziert werde - in Deutschland nach seinen Angaben nur in einer einzigen Klinik in Kassel.



STICHWORT

Ayurveda

Ayurveda bedeutet etwa: "Wissen vom Leben" und ist eine Kombination aus empirischer Naturlehre und Philosophie, die primär nicht mit der Heilung von Krankheiten zu tun hat. Ziel ist vielmehr das Vermeiden ernsthafter Erkrankungen. Dazu müssen die Prinzipien der Natur (Doshas) im Einklang stehen, die Ablagerung von Schlacken (Ama) soll vermieden werden. Die Therapiemethoden sollen zur Ausscheidung von Ama und dem Ausgleich der Doshas führen. Dazu verwandt werden pflanzliche und mineralische Zubereitungen. (ner)

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