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Alternativmedizin gewinnt an Akzeptanz

ROSTOCK (di). Die wirtschaftliche Bedeutung der Alternativ- und Komplementärmedizin für das Gesundheitswesen wird nach Ansicht von Gesundheitsstaatssekretär Dr. Klaus Theo Schröder zunehmen. Die Bevölkerung sieht er dafür aufgeschlossen.

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"Es gibt eine hohe Bereitschaft in der Bevölkerung, aber auch unter Ärzten, sich mit diesem Thema auseinanderzusetzen", sagte Schröder auf der dritten Branchenkonferenz Gesundheitswirtschaft in Rostock. Der Staatssekretär im Bundesgesundheitsministerium verwies auf die hohe Zahl von ärztlichen Weiterbildungen in diesem Bereich, aber auch auf die Nachfrage nach Berufen wie Heilpraktiker.

Dieser Trend wird auch vom Institut für Demoskopie Allensbach bestätigt, wonach immer mehr Menschen besonders in der Vorbeugung auf Naturmedizin setzen.

Nach Angaben von Schröder arbeitet jeder 20. der insgesamt 4,3 Millionen Beschäftigten im deutschen Gesundheitswesen im Bereich der Alternativ- und Komplementärmedizin. Einen weiteren Schub für diese Verfahren erhofft sich er sich durch mehr Transparenz.

"Wir haben es mit einer neuen Generation von Patienten zu tun, die differenzierte und klare Informationen nachfragen", erklärte er. Um diesen Ansprüchen gerecht werden zu können, seien Daten etwa für Leitlinien in diesem Bereich notwendig. Zudem ermunterte Schröder zu mehr Forschung in der Alternativ- und Komplementärmedizin. Als Vorbilder nannte er die Schweiz und die USA.

Zwar prallten in Rostock auch unterschiedliche Auffassungen von Schul- und Alternativmedizinern aufeinander. Insgesamt, sagte Initiator Professor Horst Klinkmann, erkenne er eine Annäherung. Die "ausgeprägte Arroganz" beider Parteien gegenüber der anderen sei nicht angebracht, mahnte er. Dass diese Annäherung auch in anderen Kulturkreisen längst Alltag ist, zeigten Vorträge etwa aus der Mongolei und Island, dem diesjährigen Partnerland der Konferenz.

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