Stammzellen lassen Haare wachsen

NEW YORK (wsa). Stammzellen in den Haarwurzeln unterliegen einem Zyklus von Phasen der Ruhe und der Zellteilung. Bei diesem Aktivitätswechsel ist ein genregulierender Transkriptionsfaktor von besonderer Bedeutung: Das Protein hemmt zeitweise die Vermehrung der Stammzellen, indem es gezielt ein Gen blockiert. Ein Hemmstoff könnte die Stammzellen aktivieren.

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US-Forschern ist es gelungen, das Haarwachstum von Mäusen zu beschleunigen, indem sie den Transkriptionsfaktor eliminierten. Daraus ergäbe sich die Möglichkeit, mit geeigneten, lokal wirksamen Hemmstoffen eine neue Therapieform gegen den Haarausfall zu entwickeln, so die Forscher in der Zeitschrift "Cell" (132, 2008, 299).

Bisher glaubte man, dass die adulten Stammzellen der Haut Ruhephasen benötigen, damit sie ihre Regenerationsaufgabe auf Dauer erfüllen können. "Anscheinend ist die Ruhephase gar nicht so wichtig. Auch wenn sich diese Stammzellen anhaltend vermehren, behalten sie ihren Stammzellcharakter", so Dr. Valerie Horsley aus dem Labor von Professor Elaine Fuchs an der Rockefeller University in New York.

Die Forscherinnen hatten zusätzliche Wirkungen des Immunsuppressivums Ciclosporin A untersucht. Offenbar verstärkt es das Haarwachstum. Es stellte sich heraus, dass Ciclosporin A den Transkriptionsfaktor NFATc1 blockiert.

Das Protein kann dann seine normale Bremswirkung im Aktivitätszyklus der Haarstammzellen nicht mehr ausüben: Die Zellen legen kaum noch Ruhepausen ein. Diese Erklärung bestätigte sich, als die Wissenschaftlerinnen genetisch veränderte Mäuse züchteten, deren Hautzellen kein NFATc1 mehr bilden konnten. Die Auswirkungen ähnelten dem Effekt von Ciclosporin A bei gesunden Mäusen.

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