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Gentherapie schützt Gewebe bei O2-Mangel

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BOSTON (wsa). Wird ein Gewebe für längere Zeit nicht mehr ausreichend mit Blut versorgt, kommt es wie beim Herzinfarkt oder Schlaganfall zu dauerhaften Schäden. Genau das konnten US-amerikanische Wissenschaftler nun im Tierversuch mit Ratten durch eine präventive Gentherapie verhindern.

Sie schleusten mit Hilfe von Viren das Gen für das Enzym Häm-Oxygenase-1(HO1), das nur bei Sauerstoffmangel aktiviert wird, in Herz, Leber und Skelettmuskeln ein. HO1 kurbelt die Bildung von Ferritin an und fördert die Synthese von Bilirubin. Die Blockierung der Blutzufuhr führte - anders als bei unbehandelten Kontrolltieren - zur Produktion des Enzyms, das das Gewebe vor Schäden bewahrte.

Eine solche Gentherapie wäre etwa für Patienten mit fortgeschrittener KHK eine effektive Schutzmaßnahme, berichten die Forscher um Professor Victor Dzau von der Harvard University in Boston/USA in einer Online-Publikation des Fachjournals "Proceedings of the National Academy of Sciences".

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