Biologischer Herzschrittmacher aus Stammzellen

HAIFA (ple). Herzmuskelzellen, die in der Kulturschale aus humanen embryonalen Stammzellen entwickelt wurden, sind in der Lage, als biologischer Herzschrittmacher zu fungieren, wenn sie in das Herz eines Schweins mit Rhythmusstörungen transplantiert werden. Dies haben israelische und US-Forscher bei Schweinen mit einem totalen AV-Block herausgefunden.

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Wie die Forscher heute in der aktuellen Online-Ausgabe von "Nature Medicine" berichten, injizierten sie Zellhaufen aus sich spontan kontrahierenden Kardiomyozyten in den linken Herzventrikel von Schweinen, bei denen die Erregungsleitung durch Zerstörung des Hisschen Bündels blockiert worden war.

In elf von 13 Tieren sei es gelungen, einen Herzrhythmus wieder herzustellen, bei sechs Tieren normalisierte sich dieser sogar. Der Herzrhythmus beschleunigte sich nach der Transplantation zudem, wenn durch Isoproterenol adrenerg stimuliert wurde, wie die Forscher um Dr. Joseph Itskovitz-Eldor aus Haifa berichten.

Die humanen Zellen hätten sich also funktionell und strukturell in das Empfängerorgan integriert. Allerdings können die Forscher noch nicht ausschließen, daß der Therapieerfolg indirekt durch den Einfluß der transplantierten Zellen auf die benachbarten Herzzellen erzielt wurde, etwa durch Ausschüttung von Signalstoffen.

Auch eine Zellfusion konnten die Forscher bisher nicht ausschließen. Für eine klinische Anwendung des Verfahrens müsse allerdings gewährleistet werden, daß sich die transplantierten Zellhaufen nicht in Tumoren wie Teratokarzinomen verwandeln.

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