Ärzte Zeitung, 25.05.2005

Genetische Ursachen für Sepsis gesucht

JENA (dpa). Ein europäischer Forscherverbund will die genetischen Ursachen für Sepsis aufdecken. Mehr als 6000 Patienten sollen an Genomzentren in Paris, München und Oxford untersucht werden, wie Dr. Stefan Rußwurm, Geschäftsführer der SIRS-Lab in Jena, mitteilte.

Das Thüringer Biotechnik-Unternehmen will jene Gene identifizieren, die bei den Testpatienten dann untersucht werden sollen. Sepsis sei die häufigste Todesursache auf chirurgischen Intensivstationen, sagte Rußwurm. "Allein in Deutschland erkranken jedes Jahr 154  000 Patienten." Etwa jeder Zweite sterbe trotz modernster intensivmedizinischer Therapie an den Folgen.

Wie ein Patient auf neue Therapien reagiere und welche Heilungschancen bestehen, scheine auch genetischen Einflüssen zu unterliegen, sagte Rußwurm. Welche genetischen Varianten anfällig für eine Sepsis machen, sei aber bislang weitgehend unbekannt.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

So schädlich fürs Herz wie Cholesterin

Depressionen steigern bei Männern das Risiko fürs Herz ähnlich stark wie hohe Cholesterinwerte oder Fettleibigkeit. Das ergab eine aktuelle Analyse der KORA-Studie. mehr »

Den Berg im eigenen Tempo erklimmen

Medizinstudentin Solveig Mosthaf fühlt sich im Studium manchmal, als würde sie einen steilen Berg hinauf kraxeln. Sie wünscht sich mehr Planungsfreiheit – und die Möglichkeit, eigene Wege zu gehen. mehr »

Positive HPV-Serologie bringt bessere Prognose

Bei Patienten mit Kopf-Hals-Tumor ist eine positive HPV-16-Serologie mit einem verbesserten Überleben assoziiert. Das bestätigt jetzt eine US-Studie. Demnach liegt die Wahrscheinlichkeit für ein Fünf-Jahres-Überleben sogar 67 Prozent höher. mehr »