Ärzte Zeitung, 11.10.2005

Zürcher Forscher entdeckten Tiefschlaf-Gene

GENF (dpa). Forscher der Universität Zürich haben Tiefschlaf-Gene entdeckt. Menschen mit einer Mutation im sogenannten Adenosin- Desaminase-Gen haben demnach einen tieferen und intensiveren Schlaf als Menschen mit dem üblicheren Gen-Typ.

Das berichten Hans-Peter Landolt und seine Kollegen im Fachjournal "Proceedings of the National Academy of Sciences" (Online-Ausgabe: DOI: 10.1073 pnas.0505414102). Menschen mit dem mutierten Gen erwachten auch weniger oft während der Nacht. Die Genveränderung könnte erklären, warum einige Menschen einen tieferen Schlaf benötigen und auch haben als andere.

Außerdem zeigen Menschen mit einer Mutation eines anderen Gens im Adenosin-System, dem Adenosin A2A Rezeptor, eine veränderte Aktivität der Hirnstromwellen - sowohl während des Schlafs als auch im Wachzustand. Schon früher war vermutet worden, daß genetische Faktoren das Schlafbedürfnis beeinflussen. Aber die dafür ursächlichen Gene und ihre Funktionen waren bislang unbekannt.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Was neue Onkologika den Patienten tatsächlich bringen

Ist das Glas halb voll oder halb leer? Neue Onkologika haben die Überlebenszeit von Krebspatienten in den vergangenen zwölf Jahren im Schnitt um 3,4 Monate verlängert. Dieser Vorteil geht oft zulasten der Sicherheit. mehr »

Kassen und KBVdrücken aufs Tempo

Bisher trat die Selbstverwaltung bei der Digitalisierung eher als Bremser auf. Bei den Formularen geben KBV und Kassen jetzt Gas: Im Juli kommt der digitale Laborauftrag. mehr »

"Weiterbildung auch mit Kind zügig möglich - im Verbund!"

Eine strukturierte Weiterbildung, die auch mit Elternzeit nur sechs Jahre dauert? Das ist möglich, sagt Dr. Sandra Tschürtz. Die angehende Allgemeinmedizinerin steht vor ihrer Facharztprüfung – und blickt für die "Ärzte Zeitung" auf ihre Zeit in einem Weiterbildungsverbund zurück. mehr »