Ärzte Zeitung, 19.10.2005

Tiermodell fürs Down-Syndrom

LONDON (ple). Britische Forscher haben erstmals ein Tiermodell für das Down-Syndrom (Trisomie 21) mit einem fast vollständigen menschlichen Chromosom 21 geschaffen (Nature 309, 2005, 2033).

Mit solchen chimären Tieren haben die Forscher bessere Möglichkeiten als bisher, die Entstehung der genetischen Erkrankung und die körperlichen Veränderungen, etwa im Gehirn oder am Herzen, zu erforschen.

In ihren Versuchen schleusten sie zunächst das Human-Chromosom 21 in eine embryonale Stammzelle einer Maus und injizierten die Zelle dann in einen frühen Mausembryo. Die Häufigkeit des Down-Syndroms liegt bei etwa 1 zu 750 Lebendgeburten.

Topics
Schlagworte
Gentechnik (2106)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Langes Arbeiten kann tödlich sein

Eine lange Wochenarbeitszeit erhöht das Risiko für Herzerkrankungen und Krebs. Forscher konnten die Stundenzahl sogar exakt angeben, ab der sich das Risiko stark erhöht. mehr »

Ausschuss reißt Frist des Gesetzgebers

Das neue Qualitätsmaß für Pflegeheime gerät in Verzug. Eine Studie bietet eine Alternative an. mehr »

Jeder dritte Demenz-Fall vermeidbar

Finge die Demenz-Prävention bereits in der Kindheit an, könne die Krankheit bei einem Drittel aller Erwachsenen verhindert werden – so eine Studie. mehr »