Ärzte Zeitung, 27.02.2006

Schlüssel-Gene des Pankreas-Ca identifiziert

HEIDELBERG (ddp.vwd). Ein Forscherteam der Chirurgischen Universitätsklinik Heidelberg hat beim Pankreaskarzinom Schlüsselgene in Krebszellen entdeckt, die wesentlich zur Bildung von Metastasen und neuen Blutgefäßen beitragen. Nach Angaben der Klinik könnte dies ein Ansatz für neue Therapien sein.

Die als "Jagged" bezeichnete Genfamilie enthält den Bauplan für Rezeptoren auf der Krebszelloberfläche. Diese Rezeptoren kommen auf den malignen Zellen gehäuft vor. Sie setzen in den Zellen eine Kaskade von Enzymen und Botenstoffen in Gang, die sicherstellen, daß der Tumor mit Blutgefäßen und dadurch mit lebenswichtigen Stoffen versorgt wird.

Damit ist die Grundlage für das Tumorwachstum und die Metastasierung geschaffen. Darüber hinaus haben die Forscher belegt, daß die beteiligten Gene dazu beitragen, daß das Pankreaskarzinom in neuronales Gewebe einwächst. Es sollen jetzt Hemmstoffe gegen die "Jagged"-Gene entwickelt werden.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Resistente Keime bedrohen Fortschritte aus Jahrzehnten

Jeder vierte Todesfall durch Antibiotika-resistente Keime weltweit wird durch Tuberkulose (TB) bedingt. Um die Situation zu verbessern, reichen neue Arzneien aber nicht aus, betonen TB-Experten. mehr »

Regelmäßiges Frühstück ist offenbar gut fürs Herz

Wer regelmäßig frühstückt, beugt damit offenbar kardiovaskulären Erkrankungen vor, berichtet die American Heart Association (AHA). mehr »

Sperma-Check per Smartphone-App

Millionen von Paaren weltweit wollen ein Kind, doch es klappt nicht. Die Ursachen liegen in etwa der Hälfte der Fälle beim Mann. Ein einfacher Test könnte Männern künftig die Untersuchung ihres Spermas erleichtern. mehr »