Ärzte Zeitung, 25.04.2006

Mit Stammzellen gegen erbliche Nierenschäden

WASHINGTON (ddp.vwd). Eine Therapie mit Stammzellen aus dem Knochenmark könnte bei Menschen mit angeborenen Nierenschäden in Zukunft Dialyse und Nierentransplantation ersetzen.

Das hoffen US-Forscher nach einer erfolgreichen Knochenmarktransplantation bei Mäusen, deren Nieren durch einen genetischen Defekt nur sehr eingeschränkt arbeiteten.

Durch die Therapie habe sich das geschädigte Gewebe bei den Tieren regeneriert und die Nierenfunktion deutlich verbessert, berichten die Forscher um Dr. Hikaru Sugimoto von der Harvard Medical School in Boston und seine Kollegen online in der Fachzeitschrift "PNAS" vor.

Das sogenannte Alport-Syndrom ist eine Erbkrankheit, bei der der Körper das Typ-IV-Kollagen nicht herstellen kann. Dieses Protein ist auch für die Nierenfunktion nötig. Fehlt das Eiweiß, versagen die Nieren bereits im jungen Erwachsenenalter.

Bei Mäusen mit einem ähnlichen Gendefekt verwandelten sich Knochenmarkzellen nach einer Transplantation in funktionsfähige Nierenzellen, die den Defekt beheben konnten.

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