Ärzte Zeitung, 25.08.2006

Die Zahl seltener Krankheiten steigt rapide

HAMM (dpa). 17 000 genetisch bedingte Krankheiten sind inzwischen in der OMIM-Datenbank (Online Mendelian Inheritance in Man) in den USA registriert. Das teilt das Nationale Netzwerk seltener Krankheiten mit. 1976 seien es nur 1700 Krankheiten gewesen.

"Neue Krankheiten werden aber nur selten entdeckt, sondern vielmehr bereits bekannte immer weiter aufgeschlüsselt", hat der Leiter des Netzwerks, Claus Schroeter, in Hamm berichtet. Bei der Entwicklung von Medikamenten gegen die seltenen Krankheiten wie Stoffwechselstörungen oder bestimmte Krebsleiden gebe es großen Nachholbedarf, so Schroeter.

Nach seinen Angaben wurde das OMIM-Register 1966 gegründet. Die Datenbank wachse derzeit täglich um zwei bis drei Neueinträge.

Die OMIM-Datenbank im Internet: www.ncbi.nlm.nih.gov/Omim

Topics
Schlagworte
Gentechnik (2106)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Langes Arbeiten kann tödlich sein

Eine lange Wochenarbeitszeit erhöht das Risiko für Herzerkrankungen und Krebs. Forscher konnten die Stundenzahl sogar exakt angeben, ab der sich das Risiko stark erhöht. mehr »

Ausschuss reißt Frist des Gesetzgebers

Das neue Qualitätsmaß für Pflegeheime gerät in Verzug. Eine Studie bietet eine Alternative an. mehr »

Jeder dritte Demenz-Fall vermeidbar

Finge die Demenz-Prävention bereits in der Kindheit an, könne die Krankheit bei einem Drittel aller Erwachsenen verhindert werden – so eine Studie. mehr »