Ärzte Zeitung, 18.09.2006

Gendefekt fördert Enzephalitis

PARIS(dpa). Ein Defekt in einem einzigen Gen ist möglicherweise der Grund dafür, daß einige Menschen bei einer Herpes-Infektion eine Meningoenzephalitis bekommen. Die Forscher um Jean-Laurent Casanova aus Paris haben bei zwei Kindern einen Gendefekt gefunden, der zu einer Immunschwäche führt, die Kinder aber nur für die spezielle Herpes-Enzephalitis anfällig macht. Ihre Anfälligkeit für andere Infektionskrankheiten war nicht erhöht, heißt es im Journal "Science".

Die beiden Kinder bilden zu wenig von einem UNC-93B genannten Protein. In der Folge falle ihre Immunantwort nur schwach aus, wenn ihr Immunsystem mit dem Herpes-Virus konfrontiert werde, so die Forscher.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Körperlich aktive Kinder werden seltener depressiv

Bewegen sich Kinder viel, entwickeln sie in den kommenden Jahren seltener depressive Symptome. Viel körperliche Aktivität könnte daher präventiv wirken. mehr »

Generelle Landarztquote ist vom Tisch

Der Masterplan Medizinstudium 2020 ist in trockenen Tüchern. Länder können, müssen aber keine Zulassungsquote für Landärzte in spe festlegen. mehr »

Star Trek und die Ethik der Medizin

Ärztliche Fortbildung sind immer dröge Veranstaltungen? Eine Veranstaltung in Frankfurt ist der medizinethischen Wertewelt von Raumschiff Enterprise auf den Grund gegangen - und zeigt, was Ärzte aus der Serie lernen können. mehr »