Ärzte Zeitung, 19.10.2006

BUCHTIP

Detaillierte Infos zu Stammzellen

In Stammzellen - seien es adulte Zellen aus dem Blut oder embryonale Stammzellen - werden große Hoffnungen für die Therapie gesetzt. Doch welches Potential haben diese Zellen und was tun Forscher, um die Entwicklungsfähigkeit von Zellen zu steuern? Eine Menge fundierter Informationen dazu sind in dem englischsprachigen Symposiumsband "Stem Cells in Reproduction and in the Brain" zu finden.

Der Band deckt den Inhalt eines internationalen Workshops der Ernst Schering Stiftung ab, der in Kobe in Japan stattfand. Herausgeber aus Deutschland ist Professor Hans R. Schöler, Direktor am Max-Planck-Institut für Molekulare Biomedizin in Münster. Ihm und seiner Arbeitsgruppe war es gelungen, aus embryonalen Stammzellen von Mäusen Oozyten herzustellen.

In dem Band beschreibt zudem ein Pionier des Klonens, Dr. Teruhiko Wakayama aus Kobe, wie sich durch Klonen, also durch die Übertragung eines Zellkerns in eine entkernte Eizelle, embryonale Stammzellen herstellen lassen. Ziel dieser Forschung: Eines Tages für Patienten Ersatzgewebe aus deren eigenen Körperzellen herzustellen. Noch ist das allerdings nicht gelungen. (ple)

John Morser, Shin-Ichi Nishikawa, Hans R. Schöler (Hrsg.): Stem Cells in Reproduction and in the Brain. Ernst Schering Research Foundation Workshop 60. Springer-Verlag GmbH, Berlin 2006. 244 Seiten, 40 Abbildungen, 7 Tabellen, 19 Fotos, 21 Zeichnungen, 69,50 Euro, ISBN: 3-540-31436-9

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