Ärzte Zeitung, 03.11.2006

BUCHTIP

Einblicke in die Welt der Zelle

Moderne molekularbiologische und biochemische Methoden wie DNA-, RNA- oder Protein-Arrays (Chips) haben es ermöglicht, mehrere zehntausend Gene oder Proteine, etwa von Tumorgeweben, gleichzeitig zu analysieren. Damit läßt sich für Erkrankungen oder für Patienten jeweils ein spezifisches Gen- und Expressionsprofil erstellen. Zudem ist durch die Pharmakogenomik das Verständnis für den individuellen Medikamenten-Metabolismus gewachsen. Das ermöglicht Voraussagen über erwünschte und unerwünschte Arzneimittelwirkungen.

Einen Überblick über aktuelle Erkenntnisse aus der Zell- und Molekularbiologie, deren klinische Relevanz sowie einen Einblick ins menschliche Genom konnten Kollegen beim 28. Symposium der Gesellschaft für Fortschritte in der Inneren Medizin 2004 in Köln erhalten. Für Interessierte sind die Vorträge nun auch in einem Buch zusammengefaßt worden: Darin gibt es etwa Informationen über die "Welt der RNA", die Bedeutung von programmiertem Zelltod und Telomerbiologie, Transgen- und Knockout-Technik, Stammzellbiologie ebenso wie über das zunehmende Wissen in der Molekulargenetik von Krankheiten. (hsr)

Hubert E. Blum, Walter Siegenthaler: Zell- und Molekularbiologie in der Inneren Medizin - Grundlagen und klinische Relevanz, Georg Thieme Verlag, 1. Auflage 2006. 144 Seiten, broschiert, 49,95 Euro, ISBN 3-13-134321-4

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Medikamente auch einmal beherzt absetzen!

Viele Ärzte scheuen sich, Medikamente abzusetzen - obwohl sie wissen, dass dies Patienten oft hilft. Neuseeländische Wissenschaftler haben zwei paradoxe Gründe dafür gefunden. mehr »

Geht's auch etwas modischer in der Klinik?

Unsere Bloggerin Dr. Jessica Eismann-Schweimler hat Verständnis für die Klinik-Kleidungsvorschriften. Doch mit ein klein wenig Fantasie könnte man auch den unvermeidlichen Kasack hübscher gestalten, meint sie. mehr »

Sport im Alter schützt vielleicht vor Demenz

Dass Sport nicht Mord bedeutet, wissen Forscher schon lange. Jetzt haben Alters- und Sportwissenschaftler messen können, wie Sport das Gehirn im Alter verändert. Dient Fitness als Demenzprävention? mehr »