Ärzte Zeitung, 23.01.2007

Genaktivität prägt Unterschiede zwischen Ethnien

LONDON (ddp.vwd). Das Erscheinungsbild einer Ethnie wird offenbar nicht ausschließlich vom Erbgut bestimmt. Einfluss hat auch, wie häufig welcher Anteil der genetischen Information abgelesen und genutzt wird.

US-Forscher haben fast 42 000 Genabschnitte mehrerer ethnischer Gruppen analysiert. Die Wissenschaftler um Dr. Richard Spielman von der Universität von Pennsylvania in Philadelphia entdeckten, dass darunter mehr als 1000 Genabschnitte waren, deren Aktivität bei Menschen mit europäischer Abstammung deutlich von der bei Menschen mit asiatischem Hintergrund abwich.

Diese unerwartet großen Unterschiede könnten erklären, warum bestimmte ethnische Gruppen anfälliger für Krankheiten wie Diabetes, Hypertonie oder Mukoviszidose sind (Nature Genetics-Online).

Ursache der Unterschiede könnten kleine, aber charakteristische Abweichungen in der Bausteinabfolge von regulatorischen Genabschnitten sein, so die Forscher. Sie schließen das aus den Ergebnissen der Analyse von Erbgutabschnitten in der direkten Nachbarschaft der unterschiedlich aktiven Gene.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Künstliche Herzklappe raubt oft den Schlaf

Fast ein Viertel aller Patienten mit einer mechanischen Herzklappe klagt über Schlafstörungen. Die Ursache hat eine einfache Erklärung. mehr »

Diese Videos sollten Sie unbedingt sehen

Digitalisierung, Angst vor Veränderung, Wunschminister: Die Ärztezeitung fasst für Sie die wichtigen Themen in kurzen Videos zusammen. mehr »

Massive Technik-Pannen behindern Ärztetag weiterhin

Nicht einsehbare Anträge, verschobene Abstimmungen: Technische Probleme machen Delegierten und Journalisten auf dem Ärztetag arg zu schaffen. mehr »