KOMMENTAR

Brustkrebsgen-Test schafft Perspektiven

Ingrid KreutzVon Ingrid Kreutz Veröffentlicht:

Der Nutzen von Gentests ist oft fraglich. Ein Beispiel dafür ist die tödlich verlaufende Chorea Huntington. Jeder Anlageträger erkrankt, Therapien zur Heilung - ganz zu schweigen von präventiven Maßnahmen - gibt es bisher jedoch nicht. Deutlich anders sind dagegen die Perspektiven für Frauen mit Brustkrebs-Genmutationen. Bei Veränderungen von BRCA-Genen beträgt das Risiko für die Entstehung eines Mamma-Karzinoms immerhin 55 bis 85 Prozent.

Für solche Patientinnen gibt es derzeit zwei Interventionsmöglichkeiten. Die eine ist ein intensives Programm zur Krebs-Früherkennung mit regelmäßiger Tastuntersuchung der Brüste und bildgebenden Verfahren wie Sonografie, Mammografie und Kernspintomografie. Die andere, besonders für Frauen mit sehr hohem Krebsrisiko, ist die beidseitige Entfernung der Brustdrüsen und eventuell auch die Entfernung von Tuben und Ovarien. Denn auch das Risiko für ein Ovarial-Karzinom ist bei diesen Frauen erhöht.

Das Ei des Kolumbus sind diese beiden Maßnahmen aber noch nicht. Denn: Bisher ist unklar, ob sich durch die intensive Frühdiagnostik tatsächlich die Prognose der Frauen mit Genmutation wesentlich bessert. Und mit der radikalen Mastektomie lässt sich zwar die Brustkrebsrate um über 90 Prozent senken, aber leider nicht zu 100 Prozent. Der Grund: Auch an der Brustwand können Mamma-Karzinome entstehen. Große Hoffnungen werden deshalb in künftige Gentherapien gesetzt.

Lesen Sie dazu auch den Hintergrund: Bei Brustkrebs-Familien klärt Gentest den Bedarf an Prävention

Das könnte Sie auch interessieren
Alarmierender Anstieg: Hautpilz aus dem Barbershop

© David Pereiras | iStock (Symboldbild mit Fotomodell)

Dermatomykosen

Alarmierender Anstieg: Hautpilz aus dem Barbershop

Anzeige | Bayer Vital GmbH
Effektive Therapie von Nagelpilz: Canesten® EXTRA Nagelset

© Irina Tiumentseva | iStock

Onychomykosen

Effektive Therapie von Nagelpilz: Canesten® EXTRA Nagelset

Anzeige | Bayer Vital GmbH
Kommentare
Sonderberichte zum Thema
Abb. 1: Daten zur lipidologischen Versorgung von Patientinnen und Patienten mit hohem kardiovaskulärem Risiko aus der VESALIUS-REAL-Studie

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [7]

Kardiovaskuläre Prävention

Frühe Risikoidentifikation und konsequentes Lipidmanagement

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Amgen GmbH, München
Abb. 1: FIB-4 1,3: numerische 26%ige Risikoreduktion der 3-Punkt-MACE durch Semaglutid 2,4mg

© Springer Medizin Verlag GmbH, modifiziert nach [17]

Kardiovaskuläre, renale und hepatische Komorbiditäten

Therapie der Adipositas – mehr als Gewichtsabnahme

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Novo Nordisk Pharma GmbH, Mainz
SCD-PROTECT-Studie-- Frühe Phase nach Diagnose einer Herzinsuffizienz – deutlich höheres Risiko für den plötzlichen Herztod als in der chronischen Phase.

© Zoll CMS

SCD-Schutz in früher HF-Phase

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: ZOLL CMS GmbH, Köln
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Robert Koch-Institut

Impfkalender für 2026: Die Neuerungen im Überblick

Medizinische Rehabilitation

Wie Ärzte beim beim Reha-Antrag unterstützen können

Lesetipps
Diabetespatientin spritzt sich Insulin mit Insulinpen

© Goffkein / stock.adobe.com

Wenig bekannte Insulinkomplikation

Vorsicht bei Insulininjektionen: Nicht immer dieselbe Stelle nehmen

Eine kalorienarme, pflanzenbasierte Kost für mehrere Tage am Stück pro Monat kann Patienten und Patientinnen mit Morbus Crohn bei der Remission helfen.

© rh2010 / stock.adobe.com

Chronisch-entzündliche Darmerkrankungen

Morbus Crohn: In nur fünf Tagen per Diät zur Remission?