Ärzte Zeitung, 30.10.2007

Weiter Streit um Gesetz zu Stammzellen

BERLIN (ddp). Der politische Streit um eine Änderung des Stammzellgesetzes in Deutschland schadet nach Ansicht führender Wissenschaftler ihrer Arbeit.

"Wir müssen übervorsichtig sein und können nicht einmal innerhalb der EU frei kooperieren. Das wird unsere Rolle weiter schmälern.", sagte der Bonner Neurobiologe Oliver Brüstle in einem Gespräch mit "Fokus". Brüstle hatte als erster deutscher Wissenschaftler eine Einfuhr solcher Zellen aus dem Ausland beantragt. Ähnlich äußerte sich der Direktor am Max-Planck-Institut für Molekulare Biomedizin in Münster, Hans Schöler.

"Wir können uns an internationalen Allianzen nicht beteiligen", sagte er. Seit 2002 habe die Grundlagenforschung "Enormes geleistet". Es gebe die Hoffnung, dass die Forschung mit Embryozellen zu Therapien führe, für die diese extrem wandelbaren Zellen selbst gar nicht mehr benötigt würden. Der Vorsitzende der Katholischen Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Karl Lehmann hingegen warnte vor jeglicher Lockerung.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Im Sushi war der Wurm drin

Der Hinweis aufs Sushi brachte die Ärzte auf die richtige Spur. Statt den Patienten wegen Verdachts auf akutes Abdomen zu operieren, führten sie eine Gastroskopie durch. mehr »

Alle wichtigen Videos vom Ärztetag

Digitalisierung, Angst vor Veränderung, Wunschminister: Die Ärztezeitung fasst für Sie die wichtigen Themen des Ärztetags in kurzen Videos zusammen. mehr »

Importierte Infektionen führen leicht zu Diagnosefehlern

Wann muss ein Arzt für eine Fehldiagnose gerade stehen? In einem aktuellen Fall entschied das Oberlandesgericht Frankfurt gegen einen Arzt. mehr »