Ärzte Zeitung, 06.03.2008

Erneut gefälschte Forschungsdaten aus Südkorea

SEOUL (dpa). Nach den Fälschungen des südkoreanischen Klonforschers Professor Hwang Woo-Suk sind wieder einem in Südkorea populären Wissenschaftler Fälschungen von Daten in wissenschaftlichen Publikationen nachgewiesen worden.

Nach der Aufdeckung zweier zellbiologischer Studien als Fälschungen habe seine Hochschule eine gründliche Untersuchung eingeleitet, so Lee Gyun Min vom Institut KAIST (Korea Advanced Institute of Science and Technology) in Taejon. Er zog Parallelen zum Skandal um Hwang Woo Suk, wenn auch die Auswirkungen nicht so gravierend seien.

In den vermeintlich bahnbrechenden Studien wurden Lee zufolge nachweislich Daten manipuliert. Die beiden hauptverantwortlichen Forscher hätten zugegeben, Forschungsergebnisse aufgebauscht zu haben.

In den Publikationen geht es um Nanopartikel zum Nachweis von Molekül-Wechselwirkungen in Zellen (Science 309, 2005, 121) und um die Entdeckung eines lebensverlängernden Proteins (Nat Chem Biol 2, 2006, 369).

Topics
Schlagworte
Gentechnik (2094)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Mehr Metastasen

Immer mehr Männer mit Prostatakrebs in den USA haben schon bei der Diagnose Metastasen. Ihr Anteil hat sich fast verdoppelt. Auch die Inzidenz solcher Tumoren nimmt zu. mehr »

Deutsches Defizit

Diabetes-Prävention, Strategien gegen Polypharmazie, digitale Versorgungsangebote: Neue Initiativen gibt es zuhauf. Doch Patienten müssen davon wissen. Genauo daran hapert es aber. mehr »

"Einfache Ersttherapie ist für fast alle Patienten möglich"

Die antiretrovirale Therapie ist bei neu diagnostizierter HIV-Infektion stets angezeigt, und zwar unabhängig vom Stadium der Infektion oder der Helferzellzahl. mehr »