Ärzte Zeitung, 25.11.2011

Mehr öffentliche Aufmerksamkeit für Synthetische Biologie

MANNHEIM (eb). Das Neue der Synthetischen Biologie ist zwar das Design, die Konstruktion von Leben. Doch weder ist sie eine wissenschaftliche Revolution, noch sind die damit einhergehenden Risiken neuartig. Das wurde auf einer internationalen Tagung des Deutschen Ethikrates über die Bedeutung der Synthetischen Biologie für Wissenschaft und Gesellschaft in Mannheim deutlich.

Ungeachtet dessen verdiene diesessich entwickelnde Forschungsfeld öffentliche Aufmerksamkeit und ethische Reflexion, heißt es in einer Mitteilung des Ethikrates.

Diese dürfe sich allerdings nicht von ökonomischer Erwartungshaltung und medialer Inszenierung dominieren lassen, sondern müsse anhand realer Entwicklungsfortschritte und realistischer Zukunftserwartungen geführt werden.

Angemahnt wurde eine transparente interdisziplinäre Forschung auf diesem Gebiet, eine wissenschaftliche und ethische Begleitforschung sowie ein Monitoring durch die Gesellschaft, heißt es in der Mitteilung.

Laufende und geplante Arbeiten werden durch die Zentrale Kommission für Biologische Sicherheit geprüft, um mögliche Gefahren für Mensch, Tier und Umwelt frühestmöglich aufzudecken undzu erkennen, wo Grenzen in der Anwendung gezogen werden müssten.

Die Beiträge der Tagung zum Nachhören und -lesen gibt es unter www. ethikrat.org/veranstaltungen/weitere-veranstaltungen/werkstatt-leben

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Langes Arbeiten kann tödlich sein

Eine lange Wochenarbeitszeit erhöht das Risiko für Herzerkrankungen und Krebs. Forscher konnten die Stundenzahl sogar exakt angeben, ab der sich das Risiko stark erhöht. mehr »

Ausschuss reißt Frist des Gesetzgebers

Das neue Qualitätsmaß für Pflegeheime gerät in Verzug. Eine Studie bietet eine Alternative an. mehr »

Jeder dritte Demenz-Fall vermeidbar

Finge die Demenz-Prävention bereits in der Kindheit an, könne die Krankheit bei einem Drittel aller Erwachsenen verhindert werden – so eine Studie. mehr »