Ärzte Zeitung, 05.10.2012

In Rekordzeit

Neuer Test ermittelt Erbkrankheiten

KANSAS CITY (dpa). Ein neuer Gentest soll bei Neugeborenen in nur zwei Tagen genetisch bedingte Krankheiten feststellen.

Die von amerikanischen Forschern entwickelte Methode ermögliche eine schnelle Diagnose und Behandlung von schwer kranken Kindern, berichten die Wissenschaftler im Fachjournal "Science Translational Medicine" (2012: 4: 154ra135).

Das komplette Genom des Kindes werde entschlüsselt und auf eine Reihe möglicher Erbkrankheiten getestet. Das Verfahren könne die Gesundheit einzelner Kinder dramatisch verbessern sowie Krankheits- und Sterblichkeitsraten bei Neugeborenen senken.

Bei den bisher üblichen Verfahren liege erst nach mehreren Wochen ein Ergebnis vor, schreiben die Forscher um Carol Saunders vom Kinderkrankenhaus in Kansas City (US-Bundesstaat Missouri).

Nach den Angaben der Wissenschaftler gibt es etwa 500 Erbkrankheiten, die behandelbar seien. Oft könne eine schnelle Therapie bei Betroffenen Behinderungen vermeiden oder sogar das Leben retten.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

ALS ist mit Demenz eng verwandt

Stephen Hawking ist wohl der berühmteste Patient, der an Amyotropher Lateralsklerose leidet.Forscher haben nun herausgefunden, dass ALS und temporale Demenz eng verwandte Krankheitsbilder sind. Das könnte Einfluss auf das Diagnoseverfahren haben. mehr »

Innovationsfonds startet in die Versorgungsrealität

Der Innovationsfonds ist offiziell in die Umsetzungsphase gestartet. Die 300 Millionen Euro für das Jahr 2016 teilen sich 91 Versorgungs- und Forschungsprojekte. mehr »

Sind Computer bald die besseren Psychotherapeuten?

Immer mehr Online-Psychotherapien drängen auf den Markt. Die meisten sind weder besonders einfühlsam noch allzu intelligent. Dennoch sind die Erfolge erstaunlich. mehr »