Direkt zum Inhaltsbereich

Homöopathikum hilft bei Tendopathie wie Diclofenac

HERRSCHING (eb). Eine homöopathische Salbe hilft Patienten mit Tendopathie ähnlich wirksam wie Diclofenac-Gel. Das hat eine Beobachtungsstudie in 95 deutschen Praxen ergeben.

Veröffentlicht:

An der Studie haben 357 Patienten mit meist akuter Tendopathie an Ellenbogen, Hand- oder Sprunggelenk, Schulter oder Knie teilgenommen. Das berichten Dr. Christian Schneider von der Klinik für Ganzheitsmedizin in Herrsching und seine Kollegen (Explore 1, 2005, 446).

Zwei bis viermal täglich wurden die Präparate - einprozentiges Diclofenac-Gel oder das homöopathische Komplexmittel Traumeel® S - mit oder ohne Bandage aufgetragen. Die meisten Patienten erhielten außerdem eine Kryo- oder Ultraschalltherapie, machten Stretchübungen oder legten stabilisierende elastische Verbände an.

Nach 28 Tagen stellte sich heraus: Die Ergebnisse mit dem Homöopathikum und dem Diclofenac-Gel waren ähnlich. Das galt sowohl für die Schmerzen in Ruhe und Bewegung sowie die Beweglichkeit. 88 Prozent der mit dem Komplexhomöopathikum behandelten Patienten bezeichneten das Resultat als gut oder sehr gut, dagegen nur 82 Prozent in der Kontrollgruppe.

Bei den meisten Patienten besserten sich die Beschwerden ab dem dritten bis siebten Tag nach Beginn der Behandlung. Bei 2,5 Prozent der Teilnehmer in der Homöopathie-Gruppe und 7,7 Prozent in der Kontrollgruppe war kein Erfolg zu bemerken.

Dies entspricht den Resultaten einer Studie bei Patienten mit Epikondylitis, die ein nicht-steroidales Antirheumatikum intramuskulär gespritzt oder lokale Infiltrationen mit Traumeel® S bekommen hatten (Journal of Musculoskeletal Research 8, 2004, 119).

Das Homöopathikum wirkt vermutlich über antiinflammatorische Effekte. So hatten in-vitro-Studien ergeben, daß sich die Ausschüttung proentzündlicher Mediatoren wie Interleukin-1-beta, Tumor-Nekrose-Faktor alpha und Interleukin-8 vermindert.

Mehr zum Thema
Das könnte Sie auch interessieren
Jugendliche die schon früh, ohne Eltern in die Sprechstunde kommen, werden selbstständiger.

© Racle Fotodesign / stock.adobe.com

Typ-1-Diabetes bei Kindern und Jugendlichen

Wie gelingt der Übergang vom Pädiater in die Erwachsenenmedizin?

Frauen erhalten eine andere und meist schlechtere Behandlung als Männer. Sie sind häufiger vom Medical Gaslighting betroffen, insbesondere in der Kardiologie.

© NPS Studio / stock.adobe.com

Hormone, Schwangerschaft, Wechseljahre

Warum ein Diabetes Frauen anders trifft als Männer

Kommentare
Sonderberichte zum Thema
Abb. 1: Impfstoffeffektivität gegen Post COVID-Beschwerden

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [14]

Jährliche COVID-19-Impfung

Empfohlen für ein breites Risikokollektiv

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: BioNTech Europe GmbH, Mainz
Abb. 1: Vorteile von Vamorolon

© Santhera Pharmaceuticals (Deutschland) GmbH, modifiziert nach [3−5, 6]

Duchenne-Muskeldystrophie (DMD)

Neue Perspektiven für die Versorgung

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Santhera Pharmaceuticals (Deutschland) GmbH, München

Opioid-induzierte Obstipation

Paradigmenwechsel in der Behandlung: Vom Stuhl zum Nervensystem

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Grünenthal GmbH, Aachen
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Risikofaktoren im Blick

So spüren Sie eine Post-Stroke-Depression auf

Lesetipps
Eine Impf-Spritze liegt auf einem Impfpass.

© Andreas Gruhl / stock.adobe.com

Orientierung für die Impfpraxis

Impfen bei Immundefizienz: Worauf es ankommt