Ärzte Zeitung, 22.01.2007

WIRKSTOFFE IN DER HOMÖOPATHIE

Pulsatilla, Küchen- oder Kuhschelle

Lilablühende Pulsatilla. Das Homöopathikum sollte in keiner Haus- und Reiseapotheke fehlen. Foto: DHU

Die Küchenschelle (Pulsatilla pratensis) gehört zu den Hahnenfuß-Gewächsen (Ranunculaceae). Die ausdauernde Pflanze enthält Ranunculin, das beim Trocknen in Protonanemonin übergeht. Der Stoff reizt vor allem in hoher Dosierung bei Kontakt Haut und Schleimhaut. Bei innerer Anwendung können Nieren und ableitende Harnwege gereizt werden. Bekannt sind auch teratogene und abortive Wirkungen.

Leitsymptome:

Pulsatilla gehört zu den homöopathischen Mitteln, die für viele und vor allem für wechselnde Symptome infrage kommen. Typisch: Die Symptome treten auf und gehen wieder, und sie ändern den Charakter. Pulsatilla gilt vor allem auch als Frauenmittel.

  • Zaghaftes weinerliches Gemüt, unbeständige Stimmungen
  • Beschwerden bei der Menstruation, bei Schwangerschaften, in der Menopause
  • Schleimhautprobleme in den Atemwegen, im Magen-Darm- sowie im Urogenitaltrakt

Bewährt bei:

Schüchternheit, Reizbarkeit, rasch wechselnden Stimmungen, Angst vor dem Alleinsein, Furcht in der Dunkelheit. Das Mittel eignet sich auch bei Stockschnupfen, Mundgeruch, Schleimauswurf morgens, Aufstoßen, Gastritis, Blähungen, Brechdurchfall, unwillkürlichem Urinabgang etwa beim Husten, Bauchkrämpfen bei der Monatsblutung und Hitzewallungen. (gwa)

Weitere Beiträge zur Serie:
"Homöopathie in der Praxis"

Folge 14

Folge 13

Folge 12

Folge 11

Folge 10

Folge 9

Folge 8

Folge 7

Folge 6

Folge 5

Folge 4

Folge 3

Folge 2

Folge 1

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