Ärzte Zeitung, 26.02.2007

WIRKSTOFFE IN DER HOMÖOPATHIE

Luffa operculata ist eine getrocknete Kürbisfrucht

Luffa operculata ist kein Meeres-oder Süßwasser-Schwamm, sondern eine getrocknete Kürbisfrucht. Die Früchte enthalten Cucurbitacine und Triterpensaponine. Die Substanzen wirken analgetisch und abortiv. Die Pflanze wird traditionell als Laxans sowie als Diuretikum bei Patienten mit Gewebeschwellungen und Geschwülsten verwendet.

Leitsymptome: Homöopathische Zubereitungen von Luffa werden entsprechend des individuellen Arzneimittelbildes zum Beispiel bei Patienten mit Rhinitis, Sinubronchitis oder Heuschnupfen angewandt. Die Leitsymptome sind:

  • erschwerte Nasenatmung,
  • Borken in der Nase,
  • trockene Nasenschleimhäute,
  • zähes Sekret oder
  • dünnflüssiges tropfendes Sekret,
  • belegte Zunge,
  • Brennen im Hals,
  • Mundtrockenheit,
  • ständiges Räuspern und Hüsteln.

Bewährt bei: Die Therapie mit Luffa eignet sich zur längeren Anwendung bei trockener Nase und Nasentropfen-Missbrauch (Dauergebrauch).

Bei Entzündungen der Nasennebenhöhlen (Sinusitis) ist Luffa D6 zum Beispiel gut geeignet, wenn der Infekt bereits abklingt und die angegriffenen Schleimhäute mit zähem Schleim Beschwerden machen. Bei dünnflüssigem Nasenschleim und Brennen im Hals wird zu Luffa D12 geraten.

Bei allergischer Rhinitis wird Luffa D6 empfohlen, wenn bei den Symptomen vor allem die Nasenatmung stark behindert ist.

Außerdem wird Luffa operculata bei Rachen- und Kehlkopfentzündungen, bei Stirnkopfschmerzen und Reizungen der Nasen-Nebenhöhlen, Brennen im Hals und trockenem Mund angewandt. (eis)

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