Ärzte Zeitung, 16.12.2005

Thymianextrakt löst Spasmen der Bronchien

MÜNCHEN (wst). Thymianextrakte sind Bestandteil vieler Phytopharmaka gegen Husten und Bronchitis. Der Grundlagenforscher Professor Eugen J. Verspohl vom Institut für Pharmazeutische und Medizinische Chemie der Universität Münster hat ihre Effekte auch tierexperimentell belegt.

Wie Verspohl auf einer Pressekonferenz des Komitees Forschung Naturmedizin e.V. in München berichtet hat, konnte seine Arbeitsgruppe in vitro nachweisen, daß noch nicht näher identifizierte Inhaltsstoffe eines Thymiankraut-Dickextraktes (Aspecton®) Beta 2-Rezeptoren von frischen Lungenmembran-Präparationen von Ratten so modulieren, daß die Anbindung des unselektiven und bronchospastisch wirksamen Betablokkers Propranolol erschwert wird.

Für einen deshalb naheliegenden bronchospasmolytischen Effekt des Thymians sprechen auch die Ergebnisse weiterer Versuche: Frische Uterus- und Trachea-Präparate von Ratten kontrahieren unter dem Einfluß von Propranolol signifikant schwächer, wenn dem Organbad Thymian-Dickextrakt hinzugefügt worden war.

Zudem konnten Verspohl und seine Mitarbeiter tierexperimentell eine verbesserte tracheale Zilientätigkeit von mit Thymian-Dickextrakt behandelten Mäusen und eine konsekutiv beschleunigte mukoziliäre Clearance nachweisen.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Hohes Sterberisiko bei Ausbruch in der Adoleszenz

Wenn sich Typ-1-Diabetes in einem besonders vulnerablen Alter manifestiert, brauchen Betroffene viel Aufmerksamkeit. Sie haben ein hohes Risiko, an Komplikationen zu sterben. mehr »

100 Prozent Zustimmung

Die KBV-Vertreterversammlung präsentiert sich in neuer Einigkeit und richtet die Speere – wieder – nach außen. Klare Kante gegenüber dem Gesetzgeber und den Krankenhäusern. "Wir sind auf Kurs", meldete KBV-Chef Gassen. mehr »

Herz-Kreislauf-Risiko von Anfang an im Blick behalten!

Bei RA-Patienten sind Herz-Kreislauf-Erkrankungen die wichtigste Todesursache. Die aktuellen Therapiealgorithmen zielen nicht zuletzt darauf ab, die Steroidexposition zu begrenzen. mehr »