Tipps für Reisende, damit Herpes nicht den Urlaub verdirbt

Viele Reisende neigen im sonnigen Süden zu Herpes labialis. Zur Vorbeugung lässt sich einiges tun.

Von Privatdozent Tomas Jelinek Veröffentlicht:

Ein Drittel der Deutschen leidet unter mehr oder weniger häufig rezidivierendem Herpes labialis. Nach der gelegentlich auch symptomlosen Erstinfektion mit dem Herpes-simplex-Virus Typ 1 (HSV 1) persistieren die Viren in den Nervenganglien, um bei passender Gelegenheit erneut aktiv zu werden.

Eine dieser Gelegenheiten ist bei vielen Menschen die verstärkte Sonnenexposition, besonders im Urlaub. Durch die UV-Bestrahlung kommt es zu einer Herabsetzung der Immunabwehr, wodurch die Reaktivierung der Herpes-Viren begünstigt wird. Im Normalfall heilt ein Lippenherpes innerhalb von 10 bis 14 Tagen von allein ab, kann aber in dieser Zeit das Wohlbefinden erheblich beeinträchtigen.

Zur Prophylaxe empfiehlt sich zunächst einmal der Schutz der besonders empfindlichen Lippenhaut mit Sonnenschutzprodukten mit hohem Lichtschutzfaktor. Hierfür gibt es spezielle UV-Schutz-Lippenstifte.

Aciclovir-Salbe kann, wenn sie frühzeitig bei den ersten Anzeichen von Lippenherpes, wie Kribbeln, Jucken oder beginnender Rötung aufgetragen wird, in vielen Fällen die Ausbildung der Herpes-Bläschen noch stoppen. Deshalb sollten prädisponierte Personen gerade im Urlaub die Salbe am besten immer bei sich führen. Sind die Bläschen erst einmal da, unterstützen symptomatische Maßnahmen wie Wundsalben oder Herpes-Pflaster die Abheilung und schützen vor bakteriellen Superinfektionen.

Bei Personen, die regelmäßig im Urlaub unter großen, stark beeinträchtigenden Herpes-Effloreszenzen leiden, empfiehlt Professor Sawko W. Wassilew aus Krefeld die prophylaktische Einnahme von täglich zweimal 200 mg oder einmal 400 mg Aciclovir oral während des gesamten Urlaubs. Begonnen werden sollte mit der Medikation bereits drei Tage vor Urlaubsantritt.

Weitere Informationen zur Reisemedizin unter: www.crm.de

Kommentare
Sonderberichte zum Thema
Abb. 1: FIB-4 1,3: numerische 26%ige Risikoreduktion der 3-Punkt-MACE durch Semaglutid 2,4mg

© Springer Medizin Verlag GmbH, modifiziert nach [17]

Kardiovaskuläre, renale und hepatische Komorbiditäten

Therapie der Adipositas – mehr als Gewichtsabnahme

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Novo Nordisk Pharma GmbH, Mainz

Chronisch kranke Kinder

Mangelernährung frühzeitig erkennen und konsequent angehen

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Danone Deutschland GmbH, Frankfurt/Main
Abb. 1: Risikoreduktion durch Bempedoinsäure gegenüber Placebo in der CLEAR-Outcomes-Studie für den primären 4-Komponenten-Endpunkt (A) und den sekundären 3-Komponenten-Endpunkt (B) stratifiziert nach Diabetes-Status

© Springer Medizin Verlag

Diabetes mellitus

Bempedoinsäure: Benefit für Hochrisiko-Kollektive

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Daiichi Sankyo Deutschland GmbH, München
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Urogenitale Malignome

Akute Zystitis kann auf künftigen Krebs hinweisen

Risikoadaptiertes Vorgehen

Lungenkrebs-Screening: Nach Rauchstopp erst später ins CT?

Lesetipps
Spritze zum Impfen mit Schriftzug

© Fiedels / stock.adobe.com

Hotline Impfen

Stellen Sie Ihre Fragen zum Impfen!

Ein Mann mit naßgeschwitztem Gesicht und Hemd tupft sich mit einem Tuch die Stirn ab.

© Creatas / Thinkstock

Stufenschema

Das große Schwitzen: Strukturiert gegen Hyperhidrose vorgehen