Ärzte Zeitung, 18.05.2004

Mini-Partikel schädigen Herz und Gefäße

Ultrafeine Teilchen der Luft

MÜNCHEN (dpa). Mikroskopisch kleine Staubpartikel in der Atemluft verdicken das Blut und können das Herz aus dem Takt bringen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des GSF-Forschungszentrums für Umwelt und Gesundheit in Neuherberg bei München zu den Folgen der Luftverschmutzung.

Durch die ultrafeinen Teilchen aus der Luft werden demnach auch die Blutgefäße in Mitleidenschaft gezogen. Schon seit längerem weisen Wissenschaftler auf die Probleme mit Feinstaub hin. Partikelfilter etwa für Dieselautos könnten die Gefahr verringern, erläuterten die Forscher.

Für die Studie nahmen die GSF-Wissenschaftler Holger Schulz und Annette Peters die Wirkungen von Kohlenstoffpartikeln bei Menschen, Tieren und Zellkulturen ins Visier. Die ultrafeinen Partikel, die vor allem aus Auto- und Fabrikabgasen stammen, seien vor allem wegen ihrer geringen Größe so gefährlich. Denn Nasenschleimhaut, Membranen und die Makrophagen des Immunsystems seien eher darauf spezialisiert, größere Teilchen abzufangen.

Der Untersuchung zufolge kann der Schwebstaub in der Blutbahn das Blut zähflüssiger machen und damit die Gefahr von Gerinnseln erhöhen. Außerdem bewirken die Teilchen, daß Arterien nicht mehr so schnell ihren Durchmesser vergrößern können.

Das Herz werde dann in Streßsituationen nicht ausreichend durchblutet. Mögliche Folge seien Herzrhythmusstörungen. Die Schadstoffe stören möglicherweise den Kalziumhaushalt der Kardiomyozyten. Zudem könnten die Partikel zu Entzündungen des Lungengewebes mit Freisetzung von Fibrinogen führen.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

So viel jünger und attraktiver macht Facelifting

Wer sein Gesicht straffen lässt, will in der Regel jünger und dynamischer aussehen. Das scheint tatsächlich zu klappen. mehr »

Niedrig dosiert starten und langsam erhöhen!

Die neue Gesetzeslage zur Verordnung von Cannabis auf Kassenkosten ist beim Schmerz- und Palliativtag begrüßt worden. Ärzte mit Erfahrung mit Cannabinoiden loben vor allem den Erhalt der Therapiefreiheit. mehr »

Obamacare bleibt!

Blamage für US-Präsident Donald Trump: In letzter Minute zogen die Republikaner die Abstimmung über die geplante Gesundheitsreform zurück. Gerade auch, weil die Zustimmung aus den eigenen Reihen fehlte. mehr »