Ärzte Zeitung, 17.12.2004

Amalgam im Gebiß offenbar harmlos

Kein Zusammenhang zwischen neurologischen Krankheiten und Plombenzahl

BETHESDA (mut). Eine Meta-Analyse von 300 Studien hat keine Hinweise darauf ergeben, daß Quecksilber aus Zahn-Amalgam Gesundheitsschäden hervorruft.

So läßt sich bei Personen, die Beschwerden wie Kopfschmerzen, Depressionen, Konzentrations- und Gedächtnisstörungen ihren Amalgam-Füllungen anlasten, keine erhöhte Quecksilber-Belastung messen. Stattdessen haben 70 bis 90 Prozent dieser Patienten eine psychische Störung, stellen die Autoren der im Auftrag von US-Behörden vorgenommenen Studie fest (www.lsro.org).

Und bei Personen mit M. Alzheimer, Multipler Sklerose, M. Parkinson und Nierenerkrankungen waren die Zahl der Amalgam-Füllungen oder die im Urin gemessene Quecksilberkonzentration im Schnitt nicht höher als bei gesunden Personen.

Auch schnitten ältere Personen mit Amalgam-Füllungen bei kognitiven Tests nicht schlechter ab als Personen ohne solche Füllungen.

Beeinträchtigungen kann es durch allergische Reaktionen auf das Metall geben, was sehr selten vorkommt.

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