Ärzte Zeitung, 02.06.2005

Bundesamt: Nur selten verbotene Stoffe in der Milch

BONN (dpa). Milch ist in Deutschland weitgehend frei von verbotenen Rückständen. Eine von tausend Milchpackungen dürfte allerdings aus gesundheitlichen Gründen nicht verkauft werden, wie das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) in Bonn berichtet hat.

Durchschnittlich 0,1 Prozent der untersuchten Milchproben wiesen verbotene Stoffe oder überhöhte Rückstände von Tierarzneimitteln auf. Dies sei das Ergebnis von Kontrollen, bei denen zwischen 1998 bis 2003 bundesweit insgesamt 12 511 Milchproben untersucht worden waren.

Die Laboratorien der Bundesländer hätten vor allem Chloramphenicol gefunden, ein in der Tierhaltung verbotenes Antibiotikum, daneben auch Phenylbutazon, ein nicht zugelassenes, entzündungshemmendes Mittel, sowie das Schwermetall Blei, das vor allem durch Industrieabgase in die Umwelt gelangt.

Ein sogenannter Rückstandskontrollplan wird in allen EU- Mitgliedstaaten jährlich neu erstellt. Das BVL bestimmt für jedes Bundesland die Zahl der zu untersuchenden Tiere oder tierischen Erzeugnisse.

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