Ärzte Zeitung, 02.03.2006

Strahlenfolgen noch 60 Jahre nach Atombombe

NAGASAKI (dpa/eb). Auch 60 Jahre nach dem Abwurf der Atombomben auf die japanischen Städte Hiroshima und Nagasaki leiden die Überlebenden an den Folgen der Verstrahlung. Einer neuen Studie zufolge sind bei 45 Prozent der untersuchten Opfer Schilddrüsenerkrankungen aufgetreten (JAMA 295, 2006,1011).

Davon hatten 20,7 Prozent der Patienten Schildrüsen-Knoten, 2,1 Prozent maligne Tumoren. Je jünger die Opfer bei der Bombardierung 1945 waren und je größer die Strahlendosis, desto wahrscheinlicher sei das Auftreten einer Schilddrüsenerkrankung, so die Forscher aus Nagasaki und Tokio um Dr. Misa Imaizumi.

Die Wissenschaftler hatten zwischen den Jahren 2000 und 2003 etwa 4000 Opfer in den beiden von den USA bombardierten Städten untersucht.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Im Sushi war der Wurm drin

Der Hinweis aufs Sushi brachte die Ärzte auf die richtige Spur. Statt den Patienten wegen Verdachts auf akutes Abdomen zu operieren, führten sie eine Gastroskopie durch. mehr »

Importierte Infektionen führen leicht zu Diagnosefehlern

Wann muss ein Arzt für eine Fehldiagnose gerade stehen? In einem aktuellen Fall entschied das Oberlandesgericht Frankfurt gegen einen Arzt. mehr »

"Turbolader einer Zwei-Klassen-Medizin"

Die Einheitsversicherung als Garant für Gerechtigkeit im Versorgungssystem? Aus Sicht von BÄK-Präsident Professor Frank Ulrich Montgomery eine fatale Fehleinschätzung. Die "Ärzte Zeitung" dokumentiert Auszüge aus seiner Ärztetags-Eröffnungsrede. mehr »