Ärzte Zeitung, 19.09.2006

Dosimeter mißt Lärmbelastung Jugendlicher

MÜNCHEN (sto). Durch individuelle Messungen mit einem Personendosimeter sollen in Bayern die gesundheitlichen Auswirkungen von Lärm untersucht werden.

An der Lärmstudie, die vom Institut für Arbeits- und Umweltmedizin der Universität München im Auftrag des Bayerischen Gesundheitsministeriums vorgenommen wird, sollen etwa 1800 Probanden teilnehmen.

Jeweils etwa 600 repräsentativ ausgewählte Kinder, Jugendliche und Erwachsene werden mit speziellen Meßgeräten ausgestattet, mit denen die individuelle Lärmbeschallung rund um die Uhr erfaßt wird, kündigte das Bayerische Gesundheitsministerium an.

"Besonderes Augenmerk wurde auf Kinder und Jugendliche gelegt. Denn fast jeder vierte Jugendliche in Bayern ist von Schwerhörigkeit bedroht", erklärte Gesundheitsstaatssekretär Otmar Bernhard bei einer Fachtagung zum Thema "Gesundheit in der Großstadt". Gerade in Städten sei die Lärmbelastung durch Verkehr und Freizeitaktivitäten deutlich intensiver als im ländlichen Raum.

Bisherige Untersuchungen haben die Lärmexposition des einzelnen lediglich rechnerisch abgeschätzt. Die neue Methode wird nach den Worten Bernhards zu wesentlich genaueren Erkenntnissen als bisher führen. Erste Ergebnisse sollen im Frühjahr 2007 vorliegen.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Medikamente auch einmal beherzt absetzen!

Viele Ärzte scheuen sich, Medikamente abzusetzen - obwohl sie wissen, dass dies Patienten oft hilft. Neuseeländische Wissenschaftler haben zwei paradoxe Gründe dafür gefunden. mehr »

Geht's auch etwas modischer in der Klinik?

Unsere Bloggerin Dr. Jessica Eismann-Schweimler hat Verständnis für die Klinik-Kleidungsvorschriften. Doch mit ein klein wenig Fantasie könnte man auch den unvermeidlichen Kasack hübscher gestalten, meint sie. mehr »

Sport im Alter schützt vielleicht vor Demenz

Dass Sport nicht Mord bedeutet, wissen Forscher schon lange. Jetzt haben Alters- und Sportwissenschaftler messen können, wie Sport das Gehirn im Alter verändert. Dient Fitness als Demenzprävention? mehr »