Ärzte Zeitung, 29.06.2007

Feinstaub lässt Geburtsgewicht von Babys sinken

MÜNCHEN (dpa). Schwangere, die viel Feinstaub aus dem Straßenverkehr einatmen, haben gehäuft Kinder mit niedrigem Geburtsgewicht. In einer Studie hätten betroffene Frauen überdurchschnittlich viele Kinder mit einem Geburtsgewicht von weniger als 3000 Gramm zur Welt gebracht, meldet das GSF-Forschungszentrum für Umwelt und Gesundheit in Neuherberg bei München.

Untersucht wurden 1016 Mütter und ihre Kinder, die im Zeitraum von 1998 bis 1999 in München geboren wurden. Es wurden nur Frauen berücksichtigt, die während der Schwangerschaft nicht umgezogen waren. In US-Studien hatte sich bereits Hinweise ergeben, dass Feinstaub das Geburtsgewicht beeinflussen könnte.

Die nun vorliegende Untersuchung sei die erste Studie aus Deutschland und Westeuropa und zugleich die erste, die so deutlich auf den Einfluss verkehrsabhängiger Luftschadstoffe hinweise, so das Institut in Neuherberg, das die Untersuchung zusammen mit dem französischen Institut für Gesundheit und medizinische Forschung INSERM gemacht hat.

Die biologischen Mechanismen, die den Einfluss von Luftschadstoffen auf das Wachstum von Ungeborenen erklären könnten, seien bis jetzt nicht bekannt.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Körperlich aktive Kinder werden seltener depressiv

Bewegen sich Kinder viel, entwickeln sie in den kommenden Jahren seltener depressive Symptome. Viel körperliche Aktivität könnte daher präventiv wirken. mehr »

Generelle Landarztquote ist vom Tisch

Der Masterplan Medizinstudium 2020 ist in trockenen Tüchern. Länder können, müssen aber keine Zulassungsquote für Landärzte in spe festlegen. mehr »

Star Trek und die Ethik der Medizin

Ärztliche Fortbildung sind immer dröge Veranstaltungen? Eine Veranstaltung in Frankfurt ist der medizinethischen Wertewelt von Raumschiff Enterprise auf den Grund gegangen - und zeigt, was Ärzte aus der Serie lernen können. mehr »