Ärzte Zeitung, 08.04.2008

Entfernung von Amalgam-Füllung meist unnötig

MÜNCHEN (dpa). Die Entfernung von Amalgam-Füllungen bei Beschwerden wie Kopfschmerzen oder Müdigkeit ist nach einer großen Studie meist nicht nötig. Solche Symptome könnten auch durch ein spezielles Gesundheitstraining und eine gesunde Lebensweise verschwinden.

Zu dem Ergebnis kommt ein fächerübergreifendes, zwölf Jahre dauerndes Forschungsprojekt. "Die Empfehlung aus der Studie ist: Eine Entfernung des Amalgams ist nicht die einzige Option gegen die Beschwerden", so Privatdozent Dieter Melchart vom Münchner Klinikum rechts der Isar in München. Amalgam-Legierungen für die Zähne enthalten Quecksilber und andere Metalle. Die Forscher kamen zum Ergebnis, dass eindeutige Aussagen zur Schädlichkeit von Amalgam nicht gemacht werden können. Melchart: "Mit Sicherheit besteht kein Zusammenhang zwischen viel Amalgam im Mund und hohen Beschwerden."

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Im Sushi war der Wurm drin

Der Hinweis aufs Sushi brachte die Ärzte auf die richtige Spur. Statt den Patienten wegen Verdachts auf akutes Abdomen zu operieren, führten sie eine Gastroskopie durch. mehr »

Alle wichtigen Videos vom Ärztetag

Digitalisierung, Angst vor Veränderung, Wunschminister: Die Ärztezeitung fasst für Sie die wichtigen Themen des Ärztetags in kurzen Videos zusammen. mehr »

Importierte Infektionen führen leicht zu Diagnosefehlern

Wann muss ein Arzt für eine Fehldiagnose gerade stehen? In einem aktuellen Fall entschied das Oberlandesgericht Frankfurt gegen einen Arzt. mehr »