Ärzte Zeitung, 17.06.2004

Wer den Lebensstil ändert, mindert sein Gewicht langfristig

PARIS (gvg). Intensive Schulungsprogramme, die darauf abzielen, den Lebensstil bei übergewichtigen Hypertonikern zu verändern, können längerfristig Erfolg haben. Das zeigt eine australische Studie zum Langzeiteffekt eines viermonatigen Gesundheitsprogramms.

Die kontrollierte Studie, an der 241 medikamentös behandelte Hypertoniker mit einem BMI über 28 kg/m2 teilgenommen haben, wurde beim Europäischen Hypertoniekongreß in Paris vorgestellt. Das Lifestyleprogramm bestand aus sechs Trainingsmodulen. Sie umfaßten außer einer Aufklärung über Risiken und Vorsorgemaßnahmen auch die individuelle Betreuung der Patienten und des jeweiligen Partners durch einen Coach.

Nach vier Monaten hatten Männer fünf und Frauen 4,5 Kilogramm abgenommen. Die Gewichtsreduktion bestand auch noch nach einem Jahr. Der Hüftumfang verringerte sich bei beiden Geschlechtern um sechs Zentimeter - auch das anhaltend.

Weniger dauerhaft war der Effekt auf den Blutdruck: Zwar lag er bei den Patienten am Ende des Trainingsprogramms signifikant niedriger als in der Kontrollgruppe. Die Werte glichen sich bis zur Nachuntersuchung aber wieder an. Insgesamt sprachen Männer kurzfristig besser auf das Training an: Aktivitätsniveau und Blutdrucksenkung waren höher als bei Frauen. Dieser Vorteil hielt aber nicht bis zum Jahresende an.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Welche Stoffe in Energy-Drinks wirken auf Herz und Kreislauf?

Energy-Drinks haben eine durchschlagende Wirkung: Es kommt zu signifikanten Verlängerungen des QTc-Intervalls, und der systolische Blutdruck ist erhöht. Möglicherweise ist dafür nicht nur das Koffein verantwortlich. mehr »

Das war der Ärztetag 2017 in Bildern

Das war er nun, der 120 Ärztetag in Freiburg. Unsere Bildergalerie zeigt die schönsten, spannendsten Momente des viertägigen Kongresses. mehr »

Grünes Licht für GOÄ-Reformprozess

Der Deutsche Ärztetag hat den Verhandlungsführern für die GOÄ-Reform am Donnerstagabend grünes Licht für den weiteren Novellierungsprozess gegeben. mehr »